Unsere Vision

Wäre es nicht sinnvoll, der Natur durch einen freiwilligen »Naturzins« etwas von dem Erhaltenen zurückzugeben?

Die Aufgabe der Visionäre ist immer, für ihre Ziele und Ideen Bewußtsein zu schaffen. Bisweilen dauert es Jahre oder gar Jahrzehnte, bis eine neue Idee ihren Durchbruch findet. Selbst die größten Visionen wurde anfangs belächelt, um irgendwann – wenn die Zeit dafür reif war – plötzlich zum Allgemeingut zu werden, so, als hätte es sie immer schon gegeben.

Bewußtsein ist überhaupt das Stichwort, wenn es um Veränderungen geht. Erst wenn wir etwas erlebt, erlitten und am eigenen Leibe erfahren haben, wächst in uns der Wunsch nach Veränderung. Viele Dinge streifen uns nur am Rande. Bei der Flut an Informationen, die jeden Tag auf uns einströmen, ist das nicht verwunderlich. Etwas bewußt erleben, heißt, es mit allen Sinnen erleben, davon tief berührt zu sein, um es danach mit anderen Augen zu sehen. Betrachten wir die gegenwärtige Krise auf dem Finanzmarkt, so ist diese Krise eine Art von schmerzlicher Bewußtseinsbildung. Sie zeigt uns, daß wir einer Illusion aufgesessen sind. Der Illusion von der wunderbaren Geldvermehrung ohne eigenes Zutun. Dem Märchen vom Goldesel.

Auch die Vision vom freiwilligen Naturzins mag auf den ersten Blick illusionär sein. Wenn man sie ohne das Bewußtsein ihrer einfachen Umsetzbarkeit betrachtet. Ein Zins für die Natur? Wer soll den bezahlen? Die Lösung heißt »Naturscheck-System«. Dabei erklärt sich der naturbewußte Unternehmer bereit, eine oder mehrere seiner Dienstleistungen an einen »Naturzins« zu binden, und immer, wenn diese Dienstleistung bei ihm in Anspruch genommen wird, einen »Naturscheck« an die Natur weiterzugeben. Der Unternehmer muß dabei nichts verschenken. Denn er »spendet« nur, wenn er selbst verdient. Also alles ganz einfach! Was er dafür erhält, ist der sogenannte Werbeeffekt. Denn immer mehr Menschen sind sich der Dringlichkeit des ökologischen Denkens bewusst. Sie wählen ihre Dienstleister nach Kriterien wie Nachhaltigkeit und Umweltfreundlichkeit aus. Und das ist gut so!

Unsere Aufgabe ist es nun, den naturbewußten Unternehmer dazu anzuregen, an diesem System teilzunehmen. Das kann er auf mehrere Arten tun. Entweder durch das oben beschriebene Naturschecksystem und den freiwilligen »Naturzins«, oder indem er sich und seine Dienstleistungen im Naturscheck Magazin präsentiert, dessen Ertrag ebenfalls zu einem Teil dem Naturprojekt zugute kommt.

Sie, liebe Leser, sind es letztlich, die dem System das Leben geben. Nämlich durch Ihre bewußte Entscheidung, ebenfalls daran teilzunehmen. So wird aus einer Vision eine Realität.
In der Zukunft werden Naturbewußtsein, Ökologie und Ökonomie eine gemeinsame Plattform bilden müssen. Und betrachten wir es einmal ökonomisch, so ist die Natur doch wie eine große Bank, aus deren Schatzkammern wir seit Jahrtausenden entnehmen. Sie gibt uns zinslos immer mehr, als wir einbezahlen. Werfen wir ein paar Samen, so erhalten wir tonnenweise Nahrung. Die Luft, die wir atmen, die Sonne, die uns wärmt, die Schönheit, die uns umgibt, – alles umsonst.

Doch haben wir inzwischen so viel entnommen, daß auch die Naturbank nun in einer Krise ist. Ihre Angestellten, die Bäume und Pflanzen, leiden am »Burnout-Syndrom«. Wäre es da nicht an der Zeit, eine Vision umzusetzen, die es ermöglicht, ihr durch einen freiwilligen Naturzins etwas von dem Erhaltenen zurückzugeben? Anstatt auf den nächsten Goldesel zu warten.

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