Was der Bauer nicht kennt, das ißt er nicht - und das ist gut so!

Was wurde nicht schon alles zum Thema MODERNE ERNÄHRUNG geschrieben. Ein wahres Labyrinth aus sogenannten Expertenmeinungen hat in den vergangenen Jahrzehnten den Büchermarkt überschwemmt. Diäten aller Art wurden propagiert. Von der Blutgruppendiät über die Trennkost hin zu der Magie der mediterranen Eßkultur. Asiatische Elementeküche, vegetarische oder gar vegane Ernährung, und vieles andere mehr. Der „Spiegel“ hat dem Thema Ernährung im Herbst 2009, anläßlich der weltgrößten Ernährungsbranchenmesse Anuga in Köln, sogar eine Sonderausgabe gewidmet. Unter dem Titel „Geschmacksillusion“ wurde dabei aufgezeigt, wie es der Nahrungsmittelindustrie mit einem enormen Werbeaufwand immer wieder gelingt, die Verbraucher davon zu überzeugen, daß Analogkäse und Glibberschinken eine Daseinsberechtigung auf den Tellern dieser Welt haben.

Es ist hier nicht unser Anliegen, eine weitere „Expertenmeinung“ hinzuzufügen. Wir möchten nicht über die 30.000 „Kunstprodukte“ berichten, die jedes Jahr neu auf den Markt kommen (600 pro Woche), und auch nicht über die unzähligen Aromen und Geschmacksverstärker, mit denen wir uns Tag für Tag vergiften und mit denen wir von Kind auf konditioniert werden. Vielmehr möchten wir zum Nachdenken anregen. Denn was auf den ersten Blick kompliziert und schwer nachvollziehbar erscheint, ist doch in Wirklichkeit ganz einfach. Oder nicht?

Der bekannte amerikanische Autor Michael Pollan schrieb zum Thema „moderne Ernährung“: Essen Sie nichts, was Ihre Urgroßmutter nicht als Lebensmittel erkannt hätte. So habe ich mich also aufgemacht und mich mit meiner Großmutter darüber unterhalten, was Sie über gesunde Ernährung denkt. Das Resultat ist dieser Artikel, der das Thema Ernährung aus der Sicht einer 88jährigen Bäuerin und aufgeteilt in die 5 elementaren Bereiche: Feuer, Wasser, Erde, Luft und Bewußtsein beleuchtet. Daß auch beim Thema Ernährung das Bewußtsein die entscheidende Rolle spielt und noch wichtiger ist als die Nahrung selbst, das hat mir meine Großmutter vermittelt. Denn Bewußtsein ist das, was unserem Handeln den tieferen Sinn gibt.

Zudem werden mit dem Biophotonenforscher Prof. Dr. Fritz A. Popp, den beiden weltweit bekannten Natur- und Wasserforschern Viktor Schauberger und Johann Grander und dem „Agrar-Rebellen“ Sepp Holzer gleich mehrere Menschen vorgestellt, die sich intensiv mit dem Thema „natürliche Nahrung“ befaßt haben und denen dabei stets die Natur Vorbild für ihre Arbeit war und ist. Gemäß den Worten von Paracelsus: Wer anders ist der Feind der Natur, als der sich für klüger hält als sie, obwohl sie unser aller höchste Schule ist?        

  

ELEMENT FEUER (LICHT)

Wenn ich als Kind alle vierzehn Tage meine Großmutter besuchte, spielte sich das Leben in der Küche und vor allem am Herd ab. Es wurde ständig und stundenlang gekocht. Was gerade im Garten wuchs, landete auf dem Teller. Zum Sonntagsbraten gab es Kartoffelknödel, und - je nach Jahreszeit - allerlei Gemüse, Kraut und Salat. Essen dauerte den halben Sonntagnachmittag und war das Familienritual, um das sich alles drehte.

Zeit spielte dabei keine Rolle. Es ging nicht darum, das Essen schnellstmöglich auf den Tisch zu bekommen, um ja die Lieblingsserie im Fernsehen nicht zu verpassen. Es ging um das Essen selbst. Bis heute noch hat meine Großmutter einen „langsamen“ Holzofen, und sie behauptet steif und fest, daß nur auf „echtem Feuer“ das Essen wirklich so schmeckt, wie es soll. Das Leben meiner Großmutter erschien mir damals, nennen wir es: sehr konservativ. Wie eine überholte Bauernregel aus dem 19. Jahrhundert. Ich war ein moderner Junge. Meine Ernährung bestand aus Süßigkeiten und leicht eßbaren Fertiggerichten. Das viele Gemüse war mir suspekt. Da mußte man viel zu viel kauen und verdauen.

Später, als Erwachsener, waren es dann belegte Brötchen, zumeist zwischen zwei Terminen im Auto konsumiert. Das Essen lief irgendwie nebenher ab, fand zwischen Tür und Angel statt. Um ehrlich zu sein, bekam ich oft gar nicht mit, was ich aß, geschweige denn, wie es schmeckte. Und zuguterletzt hatte ich mir angewöhnt, während dem Essen zu lesen. Als Kind waren es Comics, später der Sportteil der Tageszeitung. Soviel zum Thema Ernährung…

Zwei Jahrzehnte Verdauungsprobleme und mehrere Magengeschwüre haben ihre Spuren hinterlassen. Irgendwann wurde mir klar, daß Essen tatsächlich mehr ist als eine leidige Notwendigkeit. Gute und richtige Ernährung sind die Grundvoraussetzung für Gesundheit und Lebensqualität. Warum muß der Mensch immer zuerst leiden, um die einfachsten Dinge zu begreifen?

Heute ist all das, was meine Großmutter tut, wieder in Mode. Ihre Eier sind nun „Bioeier aus Bodenhaltung“. Ihr Brot ist jetzt „echtes Holzofenbrot“. Und ihre Gewohnheit, nur das zu essen, was in ihrem Garten wächst und gerade reif ist, nennt man nun: „regionale, saisonale Ernährung.“ Dabei hat sie nie etwas an ihren Gewohnheiten geändert. Sie hat nur das getan, von dem sie aus bäuerlicher Tradition und durch gesunden Menschenverstand überzeugt war. Ernährungsglobalisierung und sonntags „zum Chinesen“ zu gehen, wäre ihr nie in den Sinn gekommen.

Rund um das Thema Ernährung findet seit Jahren ein Sinneswandel statt. Irgendwann hat man zu begreifen begonnen, welch katastrophale Folgen die modernen „Nahrungs-herstellungs- und Essmethoden“ für den Menschen haben. Natürlich wird das von bestimmten Industrien bis zum heutigen Tage geleugnet. Man möchte keinen Zusammenhang sehen zwischen der Ernährung und einer immer kranker werdenden Gesellschaft, kollektivem Übergewicht, Antriebslosigkeit und Vitaminmangel. Der Physiker Prof. Dr. Fritz A. Popp wurde in den siebziger Jahren von der Industrie beauftragt, nachzuweisen, daß es zwischen biologischer, also „artgerechter“ und natürlich gewachsener Nahrung keinen Qualitätsunterschied gibt zur industriell hergestellten Nahrung.

Seine Forschungsergebnisse waren so eindeutig, daß er der Industrie den Rücken gekehrt und in der Folge den legendären Satz geprägt hat, der Mensch sei im eigentlichen Sinne kein Fleisch- oder Pflanzenfresser, sondern ein „Lichtsäuger“. Denn das Licht in den Zellen, die sogenannten Biophotonen, so Professor Popp, machen den qualitativen Unterschied zwischen natürlicher und unnatürlicher Nahrung aus. Dieses Licht wird von der Sonne auf die Pflanzen übertragen und in der Folge von den „Pflanzenfressern“ aufgenommen. Unter Kunstlicht wachsende und unreif geerntete Pflanzen tragen diese Biophotonen nicht im selben Maße in sich wie natürlich gewachsene, reif geerntete Pflanzen.

Schon seit der „Entdeckung“ der Photosynthese wissen wir, welch fundamentale Bedeutung das Licht für die Pflanzen hat. Durch das lichtabsorbierende Pigment Chlorophyll verbinden sich in der Pflanze Wasser und Kohlendioxid zu Glukose, dem elementaren Nahrungsmoment aller – nicht nur pflanzlicher, sondern auch tierischer und menschlicher Zellen. Je weniger natürliches Licht also aufgenommen wird, desto weniger Energie ist in den Lebewesen vorhanden.    

Prof. Dr. Popp kam zu der revolutionären Erkenntnis, daß sich der Mensch nicht nur  von den stofflichen Bestandteilen der Nahrung ernährt, also den Eiweißen, Kohlenhydraten, Vitaminen, Mineralien und Enzymen, sondern vom Licht, das in den Nahrungsmitteln gespeichert ist. Und je natürlicher eine Pflanze oder ein Tier heranwächst, je natürlicher und artgerechter es gehalten wird, desto größer die Anzahl an Biophotonen.

Meine Großmutter kann ich mit solchen wissenschaftlichen Erkenntnissen kaum beeindrucken. Sie schüttelt nur den Kopf und sagt: „Muß man so etwas Einfaches so kompliziert erklären? Das Natürliche ist immer besser! Was denn sonst? Die Natur gibt es schon immer, und die weiß, wie es geht.“

Was die Nahrung anbetrifft, so mag äußerlich zwischen der Bionahrung und der „Kunstnahrung“ wenig Unterschied zu sehen sein, ja desöfteren die Gentomate sogar optisch hübscher aussehen und aufgrund der zugeführten Düfte besser riechen. Doch das, was die Welt im Innersten zusammenhält, kann man nicht fälschen. Nur die Hülle kann einer Schönheitsoperation unterzogen werden, nicht die Seele.

Welche fundamentalen Auswirkungen es hat, wenn man natürliches Licht durch Kunstlicht ersetzt, wird ebenfalls schon lange erforscht. Denn nicht nur die Früchte des Ackers und der Bäume sprechen auf natürliches Licht besser an, sondern auch die Früchte der Menschheit: die Kinder. Bereits in den achtziger Jahren wurden Versuche mit sogenannten „sonnenlichtanalogen“ Lichtsystemen an Schulen gemacht. Man stellte das Folgende fest: Die von uns weltweit verwendeten Leuchtmittel, also die Glühbirnen oder Neonröhren, entsprechen in ihrer Lichtzusammensetzung nicht dem Sonnenlicht. Sonnenlicht ist „Vollspektrumlicht“. Es enthält alle 7 Lichtfarben. Und da alle Organe des Körpers (der Asiate würde ergänzen; „und die Chakren“) unterschiedlichen Lichtfarben zugeordnet sind, also bestimmte Lichtinformationen benötigen, kommt der Körper aus dem Gleichgewicht, wenn ihm bestimmte Farben übermäßig und andere gar nicht zugeführt werden. Das „Flackerlicht“ der Neonröhren in den Schulen sah man zudem als eventuellen Grund für die Unruhe der Schüler. Also setzte man „Vollspektrumlicht“ ein. Die Folge war eine größere Ausgeglichenheit der Schüler, höhere Konzentrationsfähigkeit, bessere Gesundheit, etc. Doch wie es nun einmal so ist in unserer modernen Welt, erschien die Investition, die billigen Leuchtmittel durch die teureren zu ersetzen, zu hoch. So flackert es weiter in den Schulen…    

Während das Vollspektrumlicht inzwischen in vielen Mastbetrieben eingesetzt wird, da erwiesenermaßen die Masttiere sich besser entwickeln, ausgeglichener und gesünder sind. (u.a. Licht schenkt Leben – Elke Brandmeyer/Dr. med. Bodo Köhler – fit fürs leben Verlag)

Die lebensnotwendigen Biophotonen nehmen wir also durch die Nahrung auf, jedoch auch durch die Haut und die Augen. Jeder Mensch kann sich diese Biophotonen kostenlos besorgen, indem er viel Zeit draußen in der Natur verbringt. Oder wenn er bei meiner Oma ißt... 

  • Fritz-Albert Popp & Volkward E. Strauß: So könnte Krebs entstehen. Biophysikalische Zellforschung, Hoffnung für Millionen?, ISBN 3596268001

  • Fritz-Albert Popp: Die Botschaft der Nahrung. Unsere Lebensmittel in neuer Sicht, ISBN 3596114594

  • Fritz-Albert Popp: Biologie des Lichts. Grundlagen der ultraschwachen Zellstrahlung, ISBN 382632692X   

 Licht schenkt Leben – Elke Brandmeyer/Dr. med. Bodo Köhler – fit fürs leben Verlag

 

ELEMENT WASSER

Ich muß zugeben, daß ich bis zum zarten Alter von 30 Jahren selten Wasser getrunken habe. Cola, Fanta, Limonade und Gerstensaft waren meine Grundnahrungsmittel. Mineralwasser war mir immer zu sauer. Getränke mußten in erster Linie süß sein. Denn Süßes, so weiß jeder Anthropologe, erweckt in uns seit Jahrtausenden Vertrauen. Süße Früchte sind selten giftig, und so hat es sich tief in unser kollektives Bewußtsein eingeprägt. Mit Süßem belohnt man sich, und es werden entsprechende Glückshormone ausgeschüttet, wenn etwas Süßes unsere Geschmacksnerven berührt.

Auch die Nahrungsmittelindustrie macht sich dieses Phänomen zunutze und reichert fast alle Speisen mit Unmengen an Zucker, oder – um die Natur zu „überlisten“ – mit künstlichem Zuckerersatz an. Die Zuckersucht gilt als eine der „schwerwiegendsten“ Probleme der modernen Gesellschaft und beginnt bereits im Kindesalter.

Wie wenig wir unserer eigenen Wahrnehmung vertrauen können, wenn wir uns einmal an gewisse unnatürliche Ernährungsweisen gewöhnt haben, erklärt der iranische Arzt Dr. F. Batmanghelidj in seinem Buch: „Wasser – die gesunde Lösung.“ Als ehemaliger Leibarzt des Schahs von Persien wurde Dr. Batmanghelidj nach der Machtübernahme durch Ajatollah Khomeini für einige Jahre ins Gefängnis geworfen. Da er keine Heilmittel zur Verfügung hatte, um den Mithäftlingen zu helfen, erkannte er die große Heilkraft des Wassers. Gegen Migräne und Rückenschmerzen half dosiertes Wassertrinken. Ein Satz ist mir dabei immer im Gedächtnis geblieben: „Viele der Hungersignale unseres Körpers sind fehlinterpretierte Durstsignale.“ Der Wunsch nach dem Schokoriegel zwischendurch, das 11-Uhr-Loch, und vieles andere mehr, ist häufig nichts anderes als die Aufforderung des Körpers: „Gib mir zu trinken. Ich habe Durst!“

Auch unser Trinkverhalten ist stark von unserer Erziehung geprägt. Viele ältere Menschen könnten sicherlich noch einige Jahre älter werden, würden sie nicht irgendwann aufhören, regelmäßig Wasser zu trinken. Selbst die sogenannte „Verkalkung“ im Gehirn ist ein Zeichen von Wassermangel.

Daß Wasser nicht gleich Wasser ist, habe ich vor einigen Jahren am eigenen Leibe erfahren. Aufgrund einer schweren Virusinfektion, ähnlich dem Pfeifferschen Drüsenfieber, gefolgt von einem „burn-out-syndrom“ habe ich die bekannte Odyssee von Arzt zu Arzt durchlaufen. Alle  waren sie ratlos, Medikamente und Vitaminspritzen halfen nicht. Da las ich einen Artikel über Johann Grander, den „Wasserheiler von Tirol“. Man muß hier erwähnen, daß die Grander Wasserbelebung inzwischen weltweit bekannt und in unzähligen Privathäusern, Hotels und Industriebetrieben eingebaut ist. Vor 15 Jahren jedoch war es ein „Geheimtipp“. Dieses speziell energetisierte Wasser trank ich, und schon nach wenigen Tagen begann mein Körper, sich zu regenerieren. Erst später wurde mir klar, daß es das Element Wasser ist, dem wir jede Art von Energiespeicherung und den Transport aller lebenswichtigen Stoffe zu verdanken haben. Mehr noch: das Wasser ist das Grundelement allen stofflichen Lebens. Alle Lebewesen entstammen dem Wasser und bestehen zum allergrößten Teil aus Wasser.

Was hat das nun wieder mit meiner Großmutter zu tun? Sie kauft Limonade für die Urenkelkinder, weil die nichts anderes trinken. Und selbst trinkt sie, außer den Säften vom eigenen Obst, entweder aus dem Brunnen oder aus der Leitung. Warum ist das so? „Diese Kohlensäure im Sprudel ist doch nur dazu da, um alle Lebewesen im Wasser zu vernichten. Und wo nichts lebt, da ist auch nichts drin.“ Und Punkt!

Von Johann Grander lernte ich dann, daß 99 % aller Mikroorganismen im Wasser sogenannte wasserreinigende Mikroorganismen sind. (u.a. Auf der Spur des Wasserrätsels – Hans Kronberger, Siegbert Lattacher – Uranus Verlag) Und da auch das Wasser ein eigenes Immunsystem besitzt, benötigt es diese Lebewesen, um sich regenerieren zu können. Wenn nun die Kohlensäure diese kleinen Wesen vernichtet, so verwundert es nicht, daß auch die kleinen Wesen in unserem eigenen Immunsystem in Mitleidenschaft gezogen werden, wann immer wir diese Kohlensäure zu uns nehmen. Zudem wird in der Übersäuerung unserer Körper seit langem schon eine Hauptursache für Erkrankungen aller Art vermutet.

Was in Sachen Kohlensäure und Mineralwasser nicht verwechselt werden darf: Wohl kommt in der Natur kohlensäurehaltiges Wasser ebenfalls vor, und bereits vor Jahrhunderten hat man die Heilkraft des mineralisierten Wassers erkannt. Eine „Mineralwasserkur“ bestand jedoch aus einem periodischen Trinken von einigen Schnapsgläsern voll Mineralwasser. Dies diente der Entschlackung des Körpers. Vom Dauerkonsum wurde abgeraten, da diese Form von gesättigtem Wasser zu einer Art „Auszehrung“ führt, als mehr Energie nimmt als es gibt.

Zudem sind viele der heutigen Mineralwässer reine Pharmaprodukte und haben nur bedingte Trinkwasserqualität. Zur Haltbarmachung werden sie vielfach bestrahlt, mit medizinisch-technischem Sauerstoff versetzt und – zuguterletzt – durch die industriell gewonnene Kohlensäure auf einen pH-Wert im Säurebereich gedrückt, um jegliche Form von Leben abzutöten. Kein Wunder, daß viele Menschen das lebensnotwendige Wassertrinken „verlernen“…

Daß der Naturmensch Johann Grander das Wasser als „eine kosmische Sache“ bezeichnet, verdeutlicht seine Achtung vor diesem Element. Lesen Sie dazu auch das Interview mit Johann Grander im „Naturscheck“ Ausgabe Herbst:

Welche fundamentale Kraft im Wasser steckt, und welche Folgen es hat, wenn der Mensch ohne Verständnis der Naturzusammenhänge in gerade diese Zusammenhänge eingreift, hat bereits Anfang des 20. Jahrhunderts der Naturforscher Viktor Schauberger dokumentiert. (u.a. Lebendes Wasser – Olof Alexandersson – Ennsthaler Verlag) Als Förster und Naturbeobachter stellte er fest, daß alle Dinge in der Natur miteinander verbunden sind und – um nur ein Beispiel zu nennen – die Abholzung der Wälder zum Versiegen der lebenswichtigen Wasserquellen führt. Die damalige führende Wissenschaft teilte seine Ansicht nicht, da seine Thesen nicht der bekannten Universitätsmeinung entsprachen. Die Quellen verschwanden trotzdem!

Auch seine Warnung vor Flußbegradigungen wurden in den Wind geschlagen. „Begradigen wir die Flüsse, dann wird das Wasser alle Kraft verlieren. In der Natur fließen Bäche und Flüsse merianderförmig, und das hat einen Grund.“ Jahrzehnte in der Natur hatten Viktor Schauberger gelehrt, daß Wasser ein Element der Bewegung ist und daß es diese Bewegung benötigt, um Energie aufnehmen zu können. Auf den Menschen übertragen, gibt es nichts Ungesünderes für Körper, Seele und Geist als die Trägheit und „Bewegungslosigkeit“. Wer sich körperlich nicht bewegt, wird körperlich degenerieren. Wer sich seelisch nicht bewegt, also kein Mitgefühl für andere Menschen und die Natur entwickelt, wird seelisch verkrüppeln – was sich in der Folge natürlich auch körperlich auswirkt. Und wer sich geistig nicht bewegt, also aus den Erfahrungen des Lebens lernt und mehr im Leben sucht, als die rein „irdischen Dinge“, wer sich nicht für die tieferen Zusammenhänge des Daseins interessiert, dessen Leben gleicht irgendwann dem kraftlosen, begradigten Fluss, der träge dahinfließt, um irgendwann wieder im großen Meer aufzugehen.

Viktor Schauberger lag vor allem das Element Wasser am Herzen, obwohl er sich auch mit vielen anderen Themen wie einer neuen Form der Landwirtschaft und neuen, alternativen Energieerzeugungsmöglichkeiten befaßte. Der Begriff „Implosion statt Explosion“ sei hier nur genannt. Darüber werden wir in späteren Artikeln noch berichten.

Einige Zitate sollen verdeutlichen, wie ernst es Viktor Schauberger war mit seinen Gedanken: „…Immer mehr macht sich in unserer Zeit die Sehnsucht nach der Natur bemerkbar. Dieser Drang nach Natur, die stark, ruhig und gesund ist, ist die notwendige Erscheinung der heutigen Zeit, das Gegengewicht zu einer anorganischen Zivilisation, die wir irrtümlich als Kultur bezeichnen. Diese Zivilisation ist ein Werk des Menschen, der selbstherrlich, ohne Rücksichtnahme auf das wirkliche Geschehen in der Natur, eine sinn- und fundamentlose Welt aufgebaut hat, die ihn, der ihr Herr sein sollte, nun zu vernichten droht, weil er durch seine Arbeit den in der Natur waltenden Sinn der Einheit gestört hat.

Wie zeitgemäß diese Worte sind, die ja bereits in den dreißiger Jahren des letzten Jahrhunderts verfaßt wurden, zeigt sich heute auf der ganzen Welt. Überall ist die Natur aus dem Gleichgewicht. Da Viktor Schauberger fest davon überzeugt war, daß „degenerierte Nahrung“ zur Degeneration des Menschen führen muß, sagte er zum Thema Wasser: „Mögen also Menschen, welche nicht in der glücklichen Lage sind, den kühlenden Trunk direkt aus der gesunden Quelle zu schöpfen, überlegen, woher er kommt, wie er zugeleitet wird und wie er mundgerecht gemacht wird… Steriles und physikalisch zerstörtes Wasser führt nicht nur gesetzmäßig einen körperlichen Zerfall herbei, sondern verursacht auch geistige Verfallserscheinungen und damit eine systematische Degeneration der Menschen und der übrigen Lebewesen.“

Auch beim Thema Wasser gilt: Natürlich ist das, was Kraft und Gesundheit in sich trägt. Natürlich ist das, was aus der Natur kommt. Die industrielle Wissenschaft kann wohl vieles kopieren, ihm jedoch kein Leben einhauchen. Oder wie meine Großmutter sagen würde: „Ob etwas gut ist oder nicht, das spürt man doch…“

- Wasser – die gesunde Lösung. - Dr. F. Batmanghelidj -

- Auf der Spur des Wasserrätsels – Hans Kronberger, Siegbert  Lattacher – Uranus Verlag

-  Lebendes Wasser – Olof Alexandersson – Ennsthaler Verlag

 

ELEMENT ERDE

Da wir die Betrachtung des Elementes Wasser mit einem Zitat des Naturforschers Viktor Schauberger beendet haben, möchten wir das Element Erde mit seinen Worten einleiten:

…Der heutige Landwirt behandelt Mutter Erde schlimmer als eine Hure. Er zieht ihr alljährlich die Haut ab und vergiftet sie mit Kunstdüngerschlacken und wundert sich noch obendrein, daß dieses Luder dann alljährlich mehr Arbeit verlangt und dafür Jahr für Jahr weniger gibt.

Der alte Bauer war seiner Scholle gegenüber Priester und Arzt. Der moderne Landwirt dagegen ist innerlich und äußerlich politisch zerrissen und spekuliert auf staatliche Subventionen. Er meint mit Gewaltmaßnahmen der Natur trotzen zu können…

Kaum zu glauben, daß diese Worte vor über 80 Jahren geschrieben wurden. Betrachten wir uns heute die große Empörung vieler Landwirte, weil die Großabnehmer ihrer Fleischfabriken und Massenmilchprodukte keinen angemessenen Preis bezahlen möchten und die Existenz der Landwirte gefährden, so könnte man sich einige Fragen stellen: War es je der Sinn der Landwirtschaft, in riesigen Lege-, Melk- und Mastbetrieben und auf überdimensionalen Monokultur-Ackerflächen Nahrung „zu produzieren“? Welche Folgen hat es für den Menschen, sich von diesen „Naturprodukten“ zu ernähren? Und wo bleibt dabei die Achtung vor der Natur?

Schon für meine Großmutter und für viele anderen „kleinen Bauern“ ihrer Heimat waren die „Großbauern“ seltsame Menschen. „Die konnten nie genug bekommen. Und da sie meistens noch ein zweites Haus in der Stadt hatten, haben sie irgendwann den Bezug zum Land verloren.“

Jede Verallgemeinerung trägt natürlich auch einen Kern Ungerechtigkeit in sich. Nicht jeder Bauer ist ein Subventionsjäger, und der Wunsch, seinen Betrieb zu vergrößern und sich selbst wirtschaftlich weiterzuentwickeln, ist absolut legitim. Die Gefahr liegt jedoch zumeist in der Entscheidung, ob die Entwicklung in Richtung Qualität oder in Richtung Quantität geht, in Richtung kreative Individualität oder in Richtung subventionierte Abhängigkeit. Auch hier ist das Thema Bewußtsein der entscheidende Faktor. In dem Maße wie ein hochwertiges Naturprodukt wie beispielsweise die Milch oder das Kilo Fleisch zur reinen Wahre degradiert wird, ein Tier zum seelenlosen „Lieferanten“, setzt irgendwann eine Eigendynamik ein, die nur noch schwer zu bremsen ist.     

Der „Städter“ tut sich mit der „beseelten Natur“ häufig noch ein bißchen schwerer. Wer das Lamm nur als Filet kennt, hat nicht denselben Bezug zu ihm wie die Tochter des Schäfers. Stadt und Land sind von jeher zwei sehr unterschiedliche Kulturräume. Auf dem Land ist es zumindest theoretisch möglich, sich von dem zu ernähren, was wächst. In der Stadt ist das sicherlich schwieriger zu bewerkstelligen. Ich muß dabei immer wieder an eine lange zurückliegende Reise nach Tunesien denken. Dort wurden in der Hauptstadt Tunis Tausende von Landbauern „zwangsangesiedelt“. Sie bekamen kleine Wohnungen mit Balkon in riesigen Wohnblöcken. Ein guter Freund erzählte mir dann, daß diese Menschen in ihren Badewannen Kartoffeln züchteten und Hühner auf dem Balkon hielten. Geschlachtet wurde ebenfalls auf dem Balkon. Überall hingen dort gehäutete Lämmer. Man wollte auf gar keinen Fall abhängig werden von irgendwelchen Großhändlern.

Als in Europa die Landflucht begann und die Städte immer größer wurden, mußten natürlich Wege gesucht werden, die Bevölkerung zu ernähren. Der regionale Bauer als Nahrungslieferant reichte nicht aus. Vielerlei „Kunstnahrung“ wurde erschaffen, die heute ganze Supermärkte füllt. Um den Bedarf an Frischprodukten dauerhaft zu gewährleisten, kam es zur Nahrungsglobalisierung. Was auf den ersten Blick als gute Lösung erscheint, da ja immer irgendwo auf der Welt gerade Erntezeit ist und in manchen Ländern sogar das ganze Jahr, blieb nicht ohne Folgen. Denn der Mensch ist kein von der Natur unabhängiges Wesen, sondern er ist mit der Erde, der er entstammt, verbunden. Nicht nur die Tatsache, daß diese ganzjährigen Frischprodukte lange Wege zurücklegen müssen, unreif geerntet und künstlich haltbar gemacht werden, hat einen Einfluß auf die Qualität dieser Nahrungsmittel, was hinzukommt ist, daß vielerlei Allergien und Unverträglichkeiten durch diese „fremden Früchte“ ausgelöst werden können.

Meine Großmutter hat es mir so erklärt (vom Badischen ins Hochdeutsche übersetzt): „Es ist doch alles ganz einfach. Die Natur bringt im Laufe des Jahres immer genau das hervor, was für uns – dem Klima und der Jahreszeit angepaßt – das Richtige ist. Jedes Obst oder Gemüse hat seine Saison. Eine Frucht ist dann am wertvollsten und vitaminreichsten, wenn sie von Natur aus reif ist, und sollte deshalb zu dieser Zeit gegessen werden. Wir sind keine Chinesen, und wir sind keine Australier. Jeder Mensch ist mit dem Stück Erde, auf dem er geboren wurde, verbunden. Das heißt, er muß die Früchte essen, die in dieser Region wachsen. Nur die heimischen Früchte geben ihm die volle Kraft. Und da wir ein Teil der Natur sind, schenkt sie uns die notwendigen Lebensmittel genau dann, wenn wir sie am nötigsten brauchen.

Für euch Städter ist das nicht so leicht, weil ihr keine Ahnung habt, wann was wächst. Ein Glück, daß immer mehr Bauern saisonale Obst- und Gemüsekisten anbieten. Dadurch erhält man nicht nur die wertvollsten Lebensmittel, sondern man lernt auch noch etwas über die Zyklen in der Natur.

Daß Spritzmittel nicht gut sind für die Gesundheit, ist ja klar. Gift ist Gift… Das war noch nie anders. Also: Jede Jahreszeit bringt andere Lebensmittel hervor. Das, was gerade wächst, ist immer das Beste. Und, Junge, was noch viel wichtiger ist: Nimm dir Zeit beim Essen und sei immer dankbar!“

Unsere Landwirtschaftskultur befindet sich wie vieles andere in einem großen Umdenkprozess. Die Pioniere der Veränderung, die „Biobauern“, wurden lange belächelt. Heute sind sie es oft, die – wenn auch mit viel Mühe – von dem leben können, was ihnen das Land schenkt. Dabei ist es vor allem die Selbstvermarktung, in der große Chancen liegen. Die Rechnung ist einfach: Während der Milchbauer 10 Liter Milch produzieren muß, um vom Großhandel dafür zwei Euro zu erhalten, sind bewußte Konsumenten bereit, dem Biobauern auf dem Biohof zwei Euro für einen Liter Milch zu bezahlen. Wie überall in der Produktionsindustrie muß der Trend weg von der Massenproduktion und zurück zur Qualität führen. Das Regionale muß wieder mehr gestärkt werden. Davon profitieren letztlich alle. Denn zum einen, - so meine Großmutter – sind die regionalen Lebensmittel immer die besten, da sie dort wachsen, wo auch der Mensch lebt. Und zum anderen wird damit das Prinzip der Abhängigkeit durchbrochen. Und wie lange in Zeiten des Klimawandels der globale Transfer von Gütern noch reibungslos möglich ist, wissen wir ebenfalls nicht.

Das Thema Landwirtschaft ist auch das Lebensthema des Bergbauern und „Agrar-Rebellen“ Sepp Holzer. (Sepp Holzer – Der Agrar-Rebell – Leopold Stocker Verlag) Auf seinem Krameterhof in Ramigstein ist es ihm gelungen, eine neue Form der Landwirtschaft nicht nur theoretisch, sondern vor allem praktisch ins Leben zu rufen und damit viele Menschen zu inspirieren. Seine Form der „Permakultur“ macht es möglich, daß in einer Region mit einer jährlichen Durchschnittstemperatur von 4 Grad Celsius alle nur erdenklichen Früchte wachsen. Durch Naturbeobachtung und eine große Liebe zu allem, was wächst, ist es ihm gelungen, Naturzusammenhänge zu begreifen und sich die Symbiosen in der Natur dienstbar zu machen. So läßt er freilaufende Schweine Felder „umgraben“ und pflanzt Getreide im Wald. Anfangs belächelt und jahrzehntelang von der „Landwirtschaftslobby“ bekämpft, leitet er nun Projekte auf der ganzen Welt und „läßt es auch dort wachsen“, wo man den Boden schon aufgegeben hatte.

Sein Credo: „Zum obersten Prinzip wurde es mir, die Natur zu begreifen und sie nicht, wie in der Ausbildung anerzogen, zu bekämpfen. Jedes Tier und jede Pflanze hat ihre Aufgabe in der Schöpfung. Zu Problemen kommt es nur, wenn der Mensch die Geschicke falsch lenkt.“

Daß es auch anders geht, zeigt Sepp Holzer all denen, die seinen Hof besuchen. Und was ihn selbst am meisten freut, ist, daß er viele Menschen dazu angeregt hat, wieder aufs Land zu ziehen und auf bereits verlassenen Bauerhöfen sein Prinzip der unbegrenzten Möglichkeiten in Zucht und Anbau praktisch umzusetzen. Weg von der einsilbigen, bodenübersäuernden Monokultur, hin zur individuellen, lebendigen und kreativen Permakultur. Nur wer sich ständig weiterentwickelt und immer neue ökologische Nischen sucht, kann auf Dauer ökonomisch erfolgreich sein. Das gilt für den Landwirt ebenso wie für jeden anderen Unternehmer.

Zugegeben, nicht jeder ist ein Sepp Holzer, ein Viktor Schauberger oder ein Johann Grander. Diese Menschen waren und sind Pioniere. Was sie jedoch mit all denen verbindet, die sich ernsthaft sorgen um das Wohl der Natur und der Menschen, ist deren Glaube an die Vollkommenheit der Natur. Ihr Wissen ist durch Naturbeobachtung entstanden.

Die vielen Projekte Sepp Holzers in aller Herren Länder haben ihn begreifen lassen, daß es nicht nur das jeweilige Klima und die vorhandenen Bedingungen sind, die über den Erfolg des Anbaus entscheiden, sondern das Bewußtsein für die Zusammenhänge. „Wir leben im Kältepol Österreichs. Durch Jahrhunderte mußten unsere Bauern das karge Überleben lernen. Und dann komme ich in die Tropen, in ein Klima, das drei Ernten im Jahr zulassen würde – und was machen die Leute? Sie verhungern im Paradies…“    

 -  Sepp Holzer – Der Agrar-Rebell – Leopold Stocker Verlag

 

ELEMENT LUFT

Da ich einige Jahre in Südfrankreich und in Griechenland gelebt habe, ist mir eines aus dieser Zeit ganz besonders in Erinnerung geblieben: das Leben findet dort vorwiegend im Freien statt. An der frischen Luft, könnte man hinzufügen. Natürlich hat das viel mit dem dortigen Klima zu tun. Im Durchschnitt ist es dort wärmer. Und wo es warm ist und die Sonne scheint, geht man natürlich auch lieber hinaus.

Unabhängig davon ist das Thema Gesundheit nicht vom Element Luft zu trennen. Daß es heute bereits Städte gibt, in denen sich die Menschen nur noch mit einer Gesichtsmaske vor die Tür trauen, ist schlimm genug. Welche Einflüsse die Luftqualität jedoch auf die Qualität anderer Elemente, wie beispielsweise das Wasser hat, soll eine interessante Betrachtung verdeutlichen. Die Natur kennt viele Zyklen der Selbstregeneration. Nehmen wir das Wasser, so reinigt die Natur Wasser auf mehrere Arten. Zum einen durch Filtration, wenn Wasser versickert und durch verschiedene Gesteinschichten langsam den Weg Richtung „Erdinneres“ nimmt, um sich gereinigt im Grundwasser zu sammeln. Oder aber durch das Prinzip der Verdunstung.

Wasser ist nur deshalb flüssig, weil es aus sogenannten „Haufenmolekülen“ besteht. Die einzelnen Moleküle sind durch Wasserstoffbrückenbindungen magnetartig miteinander verbunden. Als Einzelmolekül kommt H²0 in der Natur kaum vor. Die Erhitzung des Wassers führt zur Verdunstung, bei der sich die einzelnen Moleküle voneinander trennen, dadurch leichter werden als Luft und wie Ballons aufsteigen.

Das Faszinierende dabei ist, mit welcher vollkommenen Perfektion die Natur ihre einzelnen Bestandteile mit Energie versorgt. Denn das leichte Wassermolekül durchdringt bei seinem Aufstieg in die Atmosphäre verschiedene Schichten, die das Sonnenlicht filtern. Steigt es über diese hinaus, erhält es von der Sonne lebensfördernde energetische Lichtinformationen, die es dann, wenn es sich wieder mit anderen Molekülen verbindet und als Regen auf die Erde fällt, in die Welt hineinträgt. Ein „kosmisch aufgeladener“ Wassertropfen ist ein grandioser Energiespender und der allzu oft verteufelte Regen eine Quelle der Kraft und des Lebens…

…Wäre da nicht die Luft. Oder, um es treffender auszudrücken, die Luftverschmutzung. Denn der Himmelstropfen muß auf seinem Weg nach unten natürlich wieder durch die tieferen Luftschichten hindurch und wird dabei mit dem konfrontiert, was die moderne Welt in die Luft entläßt. Aus dem Lebenselixir Wasser wird dann, im schlimmsten Falle, der sauere Regen.

Schuld daran ist natürlich nicht die Luft. Die ist nur gezwungen, all das innerhalb der Atmosphäre zu verteilen, was ihr zugeführt wird. Das Thema Atmung spielt bei einer gesunden Lebensweise eine ebenso große Rolle wie das Leben außerhalb vorwiegend geschlossener Räumen und in abgestandener, energieloser Luft. Das Thema Nikotin möchten wir hier gar nicht erwähnen, da diese verbreitetste Art aller Luftverschmutzungen keines weiteren Kommentars bedarf.

Es verwundert nicht, daß wir dann am meisten Sauerstoff aufnehmen, wenn wir in Bewegung sind. Luft ist überhaupt das Element der Bewegung. Erst die Luft erzeugt die Wellen im Meer. Ohne Luft würde das Feuer nicht brennen. Und auch die Erde wird ohne Luft und das Grundlebensmittel Sauerstoff zur toten Materie.

Die beiden bereits erwähnten Kulturräume Stadt und Land machen die Folgen der qualitativen Lebensunterschiede am meisten deutlich. Vielerlei Erkrankungen haben ihre Ursache im Mangel an frischer Luft. Schlechte Luft macht müde. Und während man gesünderes Licht, hochwertiges, energiereiches Wasser und biologische Ernährung noch kaufen und nach Hause transportieren kann, so bleibt bei der Luft nur eine Lösung: sich in Bewegung zu setzen und ihr entgegenzugehen. Denn nur in der Natur ist sie zu finden...

P.S. Zu meiner Schande muß ich gestehen, daß ich dieses Kapitel schreibe, während draußen die Sonne scheint und meine Frau im Garten arbeitet. Also, ausatmen, Prioritätenliste ändern, Bewußtsein aktivieren, Laptop zu und raus! 

 

DAS 5. ELEMENT - BEWUSSTSEIN! 

Ja, was wurde nicht schon alles zum Thema Ernährung und Gesundheit geschrieben. Wie ernährt man sich richtig? Gibt es eine vollkommene Diät? Wer braucht was und warum? Warum schmecken uns gewisse Dinge und warum nicht?

Es soll hier kein Versuch gestartet werden, diese Fragen pauschal zu beantworten. Jeder Mensch ist anders und hat andere Vorlieben. Vieles ist dabei eine Frage der Erziehung, der Gewohnheit und – leider auch – der Konditionierung. Die moderne Nahrungsmittelindustrie hat es geschafft, unsere Geschmacksorgane so zu überfordern, daß ein wirkliches Schmecken oft gar nicht mehr möglich ist. Oder wie es der Chinese ausdrückt: Mit viel Chili kann man es essen.

Auch unsere oft naturferne Lebensweise trägt ihren Teil dazu bei. Der Mensch ein Teil der Natur? Manch einer kann darüber nur lachen! Natur? Was ist das? Dieses unkontrollierbare Chaos? Wo es entweder zu heiß, zu kalt, zu naß oder zu trocken ist? Wo es immer regnet, wenn die Sonne scheinen soll und umgekehrt? Wo einen Insekten belästigen und Tiere die Stoßstande verbeulen? Nein danke! 

Die Welt ist das, was ich in ihr sehe. Und wer tagtäglich bewegungslos vor Bildschirmen sitzt, nur noch in Gedanken lebt und handelt, sich von seinem eigenen Ich abspaltet und in virtuellen Computerwelten eine neue Heimat sucht, der kann einer natürlichen Ernährung wohl wenig abgewinnen. Sein Slogan heißt: „conventional food -  In 15 Sekunden von der Tiefkühltruhe durch die Mikrowelle auf den Tisch.“ Dabei geht es dann nicht mehr um das Essen an sich, sondern um diese zeitraubende und die Gedankenrealität unterbrechende Notwendigkeit, den Körper gelegentlich an die Steckdose anschließen zu müssen, um ihn aufzutanken. Egal wie. Hauptsache schnell, billig und zeitsparend. Terminator 2 läßt grüßen.

Viktor Schauberger warnte immer wieder davor, daß unnatürliche, degenerierte Lebensmittel zu einer schleichenden Degeneration der Menschen führen. Daß wir tatsächlich zu dem werden, was wir essen. - Letztlich zu kranken, seelenlosen Geschöpfen, die keinen Bezug mehr haben zu ihrem eigenen Ursprung. Der Weg zurück zur Natur erschien ihm und vielen anderen „Naturmenschen“ als einziger gesunder Weg. Sepp Holzer beschreibt diesen Weg so: Streben wir ein erfülltes, ganzheitliches Leben in Symbiose mit unseren Mitlebewesen an. Es gibt nichts auf der Welt, was bekämpft werden müsste. Reden wir nicht nur von unserer Mutter Erde, sondern behandeln wir sie auch dementsprechend! In der Natur gibt es keine Kompromisse, es gibt nur einen richtigen und einen falschen Weg. Das müssen wir auch unseren Kindern erklären und vorleben. Das Herz soll im Zentrum stehen, von der Seele umschlossen und vom Geist gelenkt.“

Übertragen auf meine Großmutter erinnert mich das an die immer ähnlich klingenden Antworten, die ich erhalte, wenn ich sie frage, wie es ihr gerade geht. „Gut! Michael, mir geht es immer gut. Ich bin gesund, denn ich komme mit allen Menschen gut aus, ich bin jeden Tag für alles dankbar, und was ich brauche, wächst bei mir im Garten.“ Was mich dabei am tiefsten berührt, ist die Freiheit, die in diesen Worten schwingt. Ein Gefühl, das ich selbst noch niemals in meinem Leben gespürt habe. Denn als „Städter“ bin ich doch ein Unfreier, abhängig vom Geld im Geldbeutel und den Waren im Regal.

Daß diese Freiheit tatsächlich nur der „Naturmensch“ empfinden kann, habe ich dann auf einigen Reisen in die Sahara erlebt. Dort leben Menschen, die tatsächlich nur das Allernötigste besitzen. Ein Paar Kanister Wasser, etwas Mehl, ein bißchen Obst und Gemüse und einen Beutel schwarzen Tee. Wann immer ich in einem ihrer Zelte saß und zusah, mit welcher Hingabe aus diesem Wenigen in einer „Brot- und Teezeremonie“ ein einfaches, aber von Herzen zubereitetes Mahl entstand, in welchem Bewußtsein es zu sich genommen wurde und mit welcher Dankbarkeit, habe ich vieles gelernt. Und das Faszinierende war, daß mir all diese „unterernährten“ und „von Vitaminmangel bedrohten“ Menschen an Kraft und Ausdauer haushoch überlegen waren. Obwohl sie oft tagelang außer Brot fast gar nichts aßen.

Einer weltweiten Studie zufolge werden die Menschen am ältesten und bleiben am längsten gesund, die zwar natürlich essen, sich jedoch nie ganz satt essen (können), also regelmäßig „fasten“ müssen. In unserer modernen Welt denken wir bei der gesunden Ernährung zumeist an das qualitative und quantitative „Mehr“, das wir benötigen, um unserem Körper genügend Vitamine zuzuführen. An zusätzliche Nahrungsergänzungsmittel aller Art. Manchmal dürfte es auch ein bißchen weniger sein.       

Unsere Einstellung zum Essen ist geprägt von unserer Erziehung und unserer Kultur. Daran etwas zu ändern, ist ein Bewußtwerdungsprozeß. Die hier vorgestellten Naturforscher haben, genau wie meine Großmutter, aufgrund ihrer teils „überholten“ und teils „zu modernen Ansichten“ manchen Spott über sich ergehen lassen. Es hat sie nicht aufgehalten. Nicht den jeweils aktuellen Expertenmeinungen zu entsprechen, bedeutet gar nichts. Alles Neue wird stets angefeindet, und im Gegenzug das Traditionelle immer wieder von neuen Gedanken auf den Prüfstand gestellt. Und nur das Wahre überlebt am Ende. Egal, wie viele oder wenige Menschen eine bestimmte Meinung vertreten. Irgendwo las ich kürzlich den Satz: Es ist kein Zeichen von Gesundheit, an eine kranke Gesellschaft gut angepaßt zu sein. So hart dieser Satz klingen mag, so ist es heute mehr dennje überlebensnotwendig, sich zu allen wichtigen Themen des Lebens eine eigene Meinung zu bilden, anstatt irgendwelchen Werbebotschaften zu folgen. Und lernen kann man letztlich nur aus eigener, gemachter Erfahrung.

Oder wie meine Großmutter zu sagen pflegt: Ach, das ganze moderne Zeug. Schau dir doch die Leute an, wie die aussehen. Immer krank, nie zufrieden und ständig am Jammern. Bei uns hat es das nicht gegeben. Wir waren dankbar für das, was wir hatten. Und wenn man dankbar ist, dann bleibt man auch gesund.

Nachtrag:

Meine Oma ist 88 Jahre alt. Bis vor wenigen Jahren war sie neben der Landwirtschaft noch 4 Tage pro Woche als Hauswirtschafterin bei einer Apothekerfamilie tätig. Nicht wegen dem Geld, wie sie immer sagt. Das bekommen sowieso die Enkel an Weihnachten. Es ist wegen der täglichen Unterhaltung, die man hat. An ihrem freien Mittwoch hat sie dann noch einen halben Tag in der Gärtnerei im Ort gearbeitet. Den Blumen zuliebe.

Als ihr Arbeitgeber ihr an ihrem 85. Geburtstag nahe legte, nur noch zweimal pro Woche zu kommen, war sie geknickt. Welch krasser Gegensatz zur chronischen Müdigkeit von uns „modernen Menschen“.

Leider muß auch sie jetzt kürzer treten. Denn die 88jährige hat sich Anfang des Jahres „auf dem Weg zur Arbeit“ den Oberschenkel gebrochen. Nach einigen Wochen Reha und der Angst, jemandem zur Last zu fallen, hat sie sich wieder aufgerappelt und nimmt nun die Gehhilfe, um vom Haus in den Garten zu kommen. Dabei singt sie wie immer, obwohl sie fest behauptet, daß sie das nicht besonders gut kann.

 

Ausgabe 12/2009 - Michael Hoppe   

Kontakt: mh@naturscheck.de

 

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