WER RETTET WEN? - Interview mit den Filmemachern Leslie Franke und Herdolor Lorenz

Mit Ihren Dokumentarfilmen „Wer rettet wen?“, „Water makes Money“ und „Bank unterm Hammer“ haben Leslie Franke und Herdolor Lorenz Zeichen gesetzt. Während viele Mainstream-Medien das Volk noch immer für dumm verkaufen, die Hintergründe der Staatsverschuldung verschleiern und dem Globalisierungswahnsinn das Wort reden, zeigt das „Kernfilm-Team“  die Welt hinter dem Schein. Ob Bankenrettung, Zwangsprivatisierung oder TTIP – die Umverteilung geht ungebremst weiter! Wie lange noch?

 

Liebe Leslie, lieber Herdolor, vorgestern lief in der ARD ein Beitrag zur aktuellen Lage in Griechenland. Seit die EU, und allen voran die deutsche Regierung, einen radikalen Sparkurs von den Griechen gefordert hat, um die Multimilliarden an Bankschulden zu begleichen, hat sich die Arbeitslosigkeit in Griechenland vervierfacht. Trotz vieler Sparmaßnahmen sind  dabei die Schulden weiter gestiegen, die Verarmung der Bevölkerung schreitet voran, das Gesundheitssystem ist teilweise zusammengebrochen, und niemand möchte in Griechenland investieren. Also alles genau so, wie alle nicht völlig blinden Ökonomen vor einigen Jahren vorausgesagt haben. Was fällt euch dazu ein?
Herdolor Lorenz: Es hat noch nie funktioniert, mit Sparen eine wirtschaftliche Krise zu bewältigen. Dasselbe hat man in den dreißiger Jahren in Deutschland versucht. Und was dabei herausgekommen ist, waren letztlich die Nazis. Deshalb war es voraussehbar, daß dies auch in Griechenland nicht gelingen würde. Viel schlimmer jedoch ist, daß man die ganze Welt belogen hat, es ginge tatsächlich um die Rettung Griechenlands. In Wirklichkeit sollte lediglich verhindert werden, daß all die Banken und Hedgefonds, die sich in Griechenland verspekuliert hatten, irgendwelche Verluste erleiden.
Um dies zu verhindern, hat man mit europäischen Krediten die Staatsschulden genau um den Betrag erhöht, der zur Rettung der Banken und Hedgefonds notwendig war. Zum Schutz der Reichen dieser Welt! Es ist völlig unmöglich für Griechenland, diese enormen Schulden je zurückzubezahlen.  


In eurem Film „Wer rettet wen“ habt ihr die Hintergründe der sogenannten Finanzkrise aufgezeigt. Banken wie Goldman Sachs, die Deutsche Bank und diverse französische Banken haben die Welt in ein Spielcasino verwandelt. Ohne Rücksicht auf Verluste haben sie gezockt und sich teilweise massiv verspekuliert. Und die Moral von der Geschicht: Die einfachen Bürger bezahlen nun die Zeche, während die Bankenmanager weiter ihre Boni einstreichen. Wie lange geht das noch so weiter? Bzw. wie lange lassen sich die Bürger diese staatlich unterstützte Ausbeutung und Entmündigung noch gefallen?
Herdolor Lorenz: Das möchten wir auch gerne wissen. Seit der Krise sind die Reichen immer reicher geworden und die 99 % immer ärmer. Auch die Schulden sind immer weiter angewachsen. Die Schulden der Armen sind das Vermögen der Reichen. Anfang des Jahres gab es wieder eine Krise, und die Banken haben gewackelt. Eine Rettungsaktion wie 2008 wird allerdings nicht mehr möglich sein. Daher ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis das Kartenhaus zusammenfällt.


Groteskerweise hat man zur „Rettung“ des bankrotten Griechenland das sogenannte „Treuhand-System“ gewählt. In Deutschland fand vor gerade einmal 25 Jahren eine der größten Enteignungen der europäischen Geschichte statt. Im wiedervereinten Deutschland verhökerte die „Treuhand“ ganze DDR-Fabrikanlagen zu Ramschpreisen an windige Spekulanten. Und obwohl im Frühjahr 1990 das DDR-Volksvermögen noch auf 620 Milliarden Mark geschätzt wurde, hatte die Treuhand wenige Jahre später mit dem Verkauf der Fabriken, Firmen und Ländereien nicht etwa Milliardengewinne zu verzeichnen, sondern ein Defizit im dreistelligen Milliardenbereich. Kein Wunder, daß die Griechen diesem Modell von Anfang an mißtrauten. Inzwischen sind auch griechische Häfen, die Stromversorgung und diverse Inseln privatisiert. Wer profitiert vom globalen Treuhandmodell?

Leslie Franke: Es ist ganz klar zu sehen: Es profitieren wieder die, die immer profitiert haben – das sind die großen Unternehmen, die Corporations. Wir haben ja in unserem Film „Water makes Money“ über Unternehmen wie Suez und Veolia berichtet, die weltgrößten privaten Wasserversorger. Das sind die, die nun einsteigen und alles für ´nen Appel und ´n Ei kaufen. Das chinesische Unternehmen COSCO hat die Häfen übernommen und will auch die Eisenbahnen übernehmen. Fraport hat die Flughäfen übernommen. Alles wird sozusagen vorbereitet, damit die großen multinationalen Unternehmen sich dort billig einkaufen können.  
Und das sieht man nun auch wunderbar an Portugal. Portugal ist ja bis vor kurzem noch der Musterschüler gewesen. Man hat das geforderte Privatisierungsprogramm sogar übererfüllt. Man hat alles verkauft mit Mann und Maus. Und heute steht man wirtschaftlich völlig ruiniert da. Das ist ja auch der Grund, warum nun eine Linksregierung ans Ruder gekommen ist, die versprochen hat, die Austeritäts- und Privatisierungsgeschichten größtenteils wieder rückgängig zu machen. Das zeigt, daß die ganzen Privatisierungsprojekte den Ländern selbst überhaupt nichts bringen. Es werden nur die Äcker planiert, damit die Großen billig einsteigen können.

Das klingt nicht sehr optimistisch…
Leslie Franke: Die Chance liegt darin, daß sich die Menschen weigern, diese Privatisierungen zuzulassen. Griechenland hat sich lange dagegen gesträubt und tut es teilweise noch immer. In Portugal geschieht dasselbe. Immer mehr Menschen fordern ein soziales Europa. Wenn sich diese Länder zusammenschließen würden, mit Spanien oder Italien, dann könnten sie eine wirkliche Machtposition ausbauen gegen diese Art von Politik.


Neben Griechenland ist Spanien eines der Länder, in denen die globalen Banken kräftig abgesahnt haben. Die Bankenrettung wird das spanische Volk angeblich 1,4 Billionen Euro kosten. Hunderttausende wurden aus ihren Wohnungen geworfen, während Goldman Sachs und Co. die Konkursmasse für einen „symbolischen Euro“ übernommen haben. Bei derzeit Null Prozent Zinsen können alle Banken auf globale Shoppingtour gehen! Können wir den globalen Ausverkauf noch verhindern?
Leslie Franke: Wir können versuchen, darüber aufzuklären. Ansonsten werden die großen alle kleinen Unternehmen verdrängen. Man sieht das in Griechenland, in Portugal oder in Spanien. Überall steigen die Großunternehmen nun ein. Große Reiseunternehmen unterbieten die kleineren. In Griechenland hat man in der Nähe von Athen ein ganzes Flughafengelände gekauft, um dort ein riesiges Luxusresort für die Oberreichen zu erbauen. In Portugal laufen an der Algarve ähnliche Projekte. Und dort arbeiten dann die Einheimischen für 100.- Euro im Monat. Er werden richtige Sklavenländer vorbereitet. Die Menschen vor Ort können kaum überleben.
Dagegen kann man sich nur wehren, wenn man die Menschen aufklärt. Wir brauchen sogenannte „außerparlamentarische“ Lösungen. Denn auf die Politik können wir nicht hoffen. Bei unseren Filmvorführungen erleben wir eine große Solidarität, sobald die Menschen erfahren, was wirklich in den anderen Ländern geschieht.

Gerade wurden die Panama-Papiere veröffentlicht. Und ganz oben auf der Steuerbetrüger-Liste: Politiker aller Couleur, die dem Volk Wasser predigen und selbst Wein saufen. Daß globale Großunternehmen längst weitestgehend steuerbefreit sind, ist ja nichts Neues. Die Finanzmafia hat alles im Griff?
Herdolor Lorenz: Ja, die Großen können sich jederzeit aus der Steuerpflicht herausnehmen. Das haben die Panama-Papiere sehr gut gezeigt. Wobei dies nur die Spitze des Eisbergs ist. Interessanterweise tauchen die zahllosen US-Amerikaner, die ja immer noch die reichsten der Reichen sind, in diesen Papieren gar nicht auf. Das größte Steuerparadies bzw. die größte „Finanz-Oase“ ist ja Delaware in den USA. Noch schlimmer als die Tatsache, daß die Reichen mit den Briefkastenfirmen ihre Vermögen an der Steuer vorbeilotsen, ist aber, daß Banken wie die Deutsche Bank über 600 Zweckfirmen (sog. Vehicles) haben, die auf einer dieser Finanzoasen sitzen. Wenn es mal brennt, können Vermögen so jederzeit außer Landes transferiert werden, egal, welche Gesetze wir hier machen.
Es ist so zynisch, wenn unser Finanzminister nun erklärt, man wolle Länder wie Panama trockenlegen. Der Marktführer unter den Finanzoasen sind die britischen Jungferninseln, und die sind Teil der EU. Genau wie die Londoner City oder die Kanalinseln. Hier könnte man jederzeit eingreifen. Man tut es jedoch nicht. Eine weitere Finanzoase ist Luxemburg. Das wird alles einfach erlaubt. Es ist alles eine riesen Lüge. Es wird nichts getan, was verhindern könnte, daß die Reichen ihr Geld verstecken können.


Besonders peinlich fand ich in eurem Film „Wer rettet wen?“ den Auftritt von SPD-Außenminister Frank-Walter Steinmeier. Voller Stolz berichtet er bei einer Unternehmerversammlung, daß es schließlich die Rot-Grüne Regierung gewesen sei, die in Deutschland für mehr Wettbewerbsfähigkeit gesorgt hätte. Was er auch gleich in die Kapitalistensprache übersetzt hat: Senkung der Reichen- und  Unternehmenssteuern, geringere Löhne, gelockerten Kündigungsschutz, höhere Subventionen und niedrigere Umweltauflagen … Sind Grün, Rot, Gelb und Schwarz wirkliche „Volksparteien“? Oder nur Marionetten im großen Spiel?
Herdolor Lorenz: Es gibt sicher in allen Parteien aufrechte Leute, die anders denken. Das Umdenken geht aber von der Bevölkerung aus. Selbst in den USA kapieren immer mehr Menschen, was hinter den Kulissen läuft - das Establishment stellt sich noch dagegen. Doch bilden sich überall Bürgerinitiativen. In Spanien beispielsweise haben diese Initiativen in fast allen Städten inzwischen die Rathäuser erobert. Man traut den Politikern und Parteien nicht mehr. Und das wird auch in anderen Ländern so kommen.

Auch hierzulande ist ja mit der AfD eine Art neue Bürgerprotestpartei entstanden, deren Wähler den Politikvertretern nicht mehr trauen. Leider wird das jedoch mit rassistischem Gedankengut und Islamfeindlichkeit vermischt.
Herdolor Lorenz: Ja, das ist aber nicht nur in Deutschland so. Auch in Frankreich sagt die „Front Nationale“ sehr viel Richtiges. Man ist gegen Bankenrettung und Sozialabbau, gegen die Fütterung der Reichen auf Kosten der Bürger. Aber sie vermischen das immer mit ihrem Rassismus. Am Ende heißt es dann: „Die Ausländer sind schuld“. Wir hatten das ja alles schon einmal. Auch die Nazis waren ja National-„Sozialisten“ und haben viel Richtiges gesagt. Aber letztendlich haben sie uns auf einen katastrophalen Irrweg geführt.


In Frankreich bildet sie derzeit auch eine Art neue Bürgerbewegung, die aus jungen Menschen besteht. Man trifft sich friedlich, diskutiert und möchte, daß sich etwas verändert. Man fordert eine lebenswerte Zukunft. Gleichzeitig ergab eine Umfrage vor zwei Jahren, daß sage und schreibe 78 % der französischen Jugendlichen als Berufswunsch „Beamter“ angeben. Wie paßt das zusammen?
Leslie Franke: Dazu muß man sagen, daß die Franzosen bis heute gegen Austerität und Lockerung der sozialen Errungenschaften kämpfen. Von der 35-Stunden-Woche bis zum Mindestlohn ist man dort noch stolz auf das Erreichte. Und natürlich will man es erhalten. Auch hierzulande haben Gewerkschaften für höhere Löhne und bessere Sozialstandards gerungen. Doch inzwischen ist man eingeknickt. Deutschland ist in der EU inzwischen ein Negativbeispiel und übt einen sehr negativen Einfluß aus. Seit 15 Jahren wurden die Löhne überhaupt nicht mehr erhöht. Man unterbietet die internationale Konkurrenz und biedert sich dem Großkapital an. Daß nun junge Menschen in Frankreich friedlich auf die Straße gehen, ist im Grunde ein hoffnungsvolles Zeichen. Denn gesellschaftliche Veränderungen gehen meist von unzufriedenen jungen Menschen aus.
Herdolor Lorenz: Frankreich hat auch die Folgen der EU noch schneller zu spüren bekommen als die Menschen hierzulande. Die Mittelschicht ist verschwunden und mit ihr viele Arbeitsplätze. Die Umverteilung fand dort noch schneller statt. Und die jungen Menschen haben gar keine Perspektive mehr.


Ein amerikanischer Protagonist eures Films „Wer rettet wen?“ erklärt, daß wir inzwischen in einer „Kreditokratie“ leben. In den USA sind Universitäten nicht mehr (wie früher) kostenlos - der Student erhält jedoch einen Kredit, um studieren  zu können. Ist er mit dem Studium fertig, kommen bis zu 100.000 Dollar „Kreditschulden“ zustande. Willkommen im Hamsterrad! Wir werden früh für den „Schuldendienst“ erzogen und halten ihn bereits für normal. Wie seht ihr das?
Leslie Franke: Ja, Banken und Finanzkapital machen aus Menschen „Schuldner“. Die neoliberale Politik geht dahin, daß die ganzen Daseinsvorsorgebereiche wie Wohnen, Bildung, Gesundheit etc. privatisiert werden. Damit geht dann auch eine persönliche Verschuldung einher. Das ist der beabsichtige Weg, der vorgezeichnet ist. Als Folge verschulden sich nicht nur Privatpersonen, sondern auch Kommunen, Städte, Länder – und man bleibt für immer im Hamsterrad. Am liebsten sind den Banken dann die Schuldner, die ein Leben lang Schuldner bleiben. Das System ist so aufgebaut, daß du nie aus diesem Rad herauskommst.
Die Privatisierung ist ein wichtiger Teil in diesem Prozeß. Hier können wir durch Aufklärung die Menschen noch stärken, damit sie sich der Privatisierung entgegenstellen.

Derzeit läßt der Ex-Goldman-Sachs-Mann und heutige EZB-Chef Mario Draghi jeden Monat viele Milliarden Euro drucken, um marode Kreditpapiere und Staatsanleihen aufzukaufen. Wie lange kann er den globalen Zusammenbruch des Finanzsystems noch hinauszögern?
Herdolor Lorenz: Das weiß man nicht. Die Krise Anfang des Jahres hat er noch erfolgreich gemeistert mit der Nullzinspolitik und dem Aufkaufen wertloser Anleihen. Aber das hat ja Folgen. Die Nullzinspolitik führt dazu, daß Kredite sehr günstig sind und in den großen deutschen Städten die Immobilienpreise in den Himmel schießen. Die große Gefahr ist dabei eine neue Immobilienblase. Und normale Menschen können in den großen Städten wie Hamburg, München oder Berlin bald nicht mehr wohnen, weil die Mieten und Immobilienpreise zu hoch sind.
Und was könnte man mit den 60 oder 80 Milliarden Euro alles tun, die hier jeden Monat in die Banken gepumpt werden? Man könnte in Bildung oder Infrastruktur investieren. Aber nein, es wird in die Banken gepumpt. Da ist einfach unglaublich und zögert alles nur hinaus. Die Leidtragenden sind die Menschen, die dadurch geringere Renten erhalten und deren Lebensversicherungen an Wert verlieren. Während die Aktienbesitzer den großen Schnitt machen. 

Ja, die Zweiklassengesellschaft. Es ist geradezu zum Lachen, wenn man die aktuelle Diskussion bei den VW-Vorständen um die Boni verfolgt. Da hat man ein Weltunternehmen durch Betrügereien fast in den Ruin geführt, hunderttausende Arbeitsplätze in Gefahr gebracht und viele Milliarden verbrannt - und sieht keinerlei Grund, deshalb auf den eigenen finanziellen Vorteil zu verzichten. Wo ist hier die Moral?

Herdolor Lorenz: Ja, das ist absurd. Dort ist keinerlei Verantwortungsgefühl mehr vorhanden. Man ist sprachlos.

Zum Abschluß noch das Thema TTIP. Ungeachtet aller klar erkennbaren Symptome des Globalisierungswahnsinns wird in Berlin hart daran gearbeitet, das Freihandelsabkommen TTIP durchzumogeln. Was denkt ihr über TTIP?
Leslie Franke: Das ist eine logische Weiterentwicklung. Ein weiterer Schritt in die Globalisierung. Das Absenken der Löhne, die Schiedsgerichte, oder die Tatsache, daß wir nun in Konkurrenz treten müssen mit einem Unternehmen in Hinterindien, das alles dient dazu, die Gesellschaft nicht zu stärken, sondern alle Menschen zu Billigarbeitern zu machen und die eigene Macht auszubauen.
Herdolor Lorenz: Auch die EU ist ja eine Freihandelszone. Und Freihandelszonen führen meist dazu, daß es nicht den Menschen besser geht, sondern bessere Rahmenbedingungen für die Wirtschaft geschaffen werden. Letztlich setzen sich dann die niedrigsten Standards durch, da ja alle miteinander im Wettbewerb stehen. Und die Bürger und all jene Menschen, die ökologisch bewußt leben wollen, sind die Leidtragenden. 

Wer regiert die Welt heute? Und wer in 100 Jahren?
Herdolor Lorenz: Wer sie heute regiert, das sehen wir. In 100 Jahren? Das möchte ich nicht prognostizieren. Man hat jedoch durch die Deregulierung des Finanzkapitals eine Welt geschaffen, die tatsächlich an das erinnert, was wir in den Zwanzigerjahren schon mal hatten. Es hängt also von den Menschen ab, ob wieder die Schlächter siegen oder doch die vernünftigen Menschen. Wir müssen unterbinden, daß solche Freihandelszonen errichtet werden und die Enteignung der Bürger immer weiter voranschreitet. Daß die Privatisierung noch mehr zunimmt und die Banken immer weiter gefüttert werden. Die entscheidende Frage ist also: Wer ist stärker? Wer wird sich durchsetzen? Ich hoffe, die vernünftigen Menschen.
Leslie Franke: Bei unseren Filmvorführungen erleben wir, wie viele Menschen sofort bereit sind, nach draußen zu gehen und uns zu unterstützen. Wir sehen sehr viel Solidarität. Hier ist der Punkt, an dem wir ansetzen können – beim einzelnen Menschen.

Liebe Leslie, lieber Herdolor, herzlichen Dank für eure Arbeit und für das aufklärende Gespräch.

 

Das Interview führte Michael Hoppe


Weitere Informationen:

www.kernfilm.de
www.whos-saving-whom.org
www.watermakesmoney.org

 

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