Das Wunder der Lebenskraft – Interview mit dem Filmemacher Stephan Petrowitsch

Stephan Petrowitsch hat fast vier Jahren lang die Welt bereist auf der Suche nach der Quelle der Lebenskraft. Das Resultat ist ein Dokumentarfilm, der mit emotionalen und beeindruckenden Bildern sowohl das Wunder der Kraft selbst als auch wundersame Effekte beleuchtet, die derjenige erfahren kann, der einen deutlichen Anstieg dieser Kraft erlebt. Ob in Asien, in Afrika oder hierzulande, überall gibt es Menschen, die spontane Heilungen erfahren, wenn sie sich für diese Kraft öffnen.

 

 

Herr Petrowitsch, bei der Präsentation Ihres Films „Wunder der Lebenskraft“ erzählten Sie, daß Sie ursprünglich einen Film über die „Kundalini“ drehen wollten. Was ist die „Kundalini-Kraft“?

Stephan Petrowitsch:
Ja, ursprünglich sollte der Film sich ausschließlich mit der Kundalini beschäftigen. Doch die wirklichen Experten auf diesem Gebiet sind rar. Expertentum in Bezug auf die Kundalini bedeutet für mich, sowohl selbst über eine erwachte Kundalinikraft zu verfügen, als auch bei anderen diese erwecken zu können. So wurde das Filmthema auf das Thema Lebenskraft ausgedehnt. Einerseits aus diesem Mangel an echten Experten, andererseits, da auch schon stark gesteigerte Lebenskraft ein sehr segensreicher Zustand für die Menschen ist, und auch darüber kaum etwas bekannt ist.
Denn über die Lebenskraft selbst wird in unserer Gesellschaft leider kaum gesprochen. Mit anderen Worten: Wir möchten unser Körperfahrzeug bedienen, haben aber nie von dem Sprit gehört, der dieses Fahrzeug antreibt.
Die Kundalinikraft ist Lebenskraft, die dynamisch geworden ist, ein Eigenleben bekommen hat, wie ein eigenes intelligentes Wesen. Um den Vergleich mit einem Fahrzeug fortzusetzen: Wenn die Lebenskraft zur Kundalinikraft geworden ist, dann weiß sie selbst, wann sie den Körper aufzutanken hat und in welcher Menge. Sie weiß sogar, welche Stellen des Körpers und der darin wohnenden Seele zu reinigen und zu reparieren sind. Sie ist somit eine hochintelligente Kraft und stellt für mich den „Turbo“ in der menschlichen Entwicklung dar.

Was hat Sie bewegt, sich mit dem „Wunder der Lebenskraft“ auseinanderzusetzen?

Stephan Petrowitsch:
Ich habe selbst über vierzig Jahre an häufigen grippalen Infekten gelitten, mit allen Begleiterscheinungen wie Glieder- und Kopfschmerzen, Fieber, Appetitlosigkeit, etc. Drei- bis viermal im Jahr hat mich das für jeweils zwei Wochen ins Bett gezwungen. Darüber hinaus war ich sehr oft energielos. Natürlich ist das kein Zustand, der mich zufriedengestellt hat. So habe ich gesucht: Im Ernährungsbereich (Rohkost-Ernährung), im therapeutischen und spirituellen Bereich. Fast aus allen Elementen meiner Suche habe ich irgendwie profitiert, doch die oben genannten Probleme haben sich im Wesentlichen kaum verändert.
2008 begegnete ich dann auf einem Kongreß, den ich für meine Firma www.dvd-wissen.com filmte, dem Heiler Armin Mattich. Er lud mich ein, auch seine Kongresse zu filmen, und das habe ich zwei Jahre lang getan. Ich habe dabei höchst merkwürdige Dinge gesehen, doch eines war auffallend: Die meisten Menschen kamen wieder, und sie strahlten von Mal zu Mal mehr.
So habe ich mich nach zwei Jahren ebenfalls zu einem Seminar bei ihm angemeldet, da ich wissen wollte, was genau hier vor sich geht. Schon am ersten Tag erlebte ich eine Heilsitzung in einer Heftigkeit, wie es wohl nicht einmal im Film zu sehen ist. Als Ergebnis hatte ich das Gefühl, daß ich ein immenses Gewicht losgeworden war, von dem mir bis zu diesem Zeitpunkt nicht klar war, daß ich es schon mein ganzes Leben mit mir trug.
Heute datiere ich auf diesen Zeitpunkt den Moment, seit dem ich auf normalem Wege nicht mehr krank werde. Und kurze Zeit später merkte ich, daß die Kundalinikraft seit diesem Seminar – vielleicht ebenfalls seit diesem Moment – in meinem Körper aktiviert wurde.
Doch gesundheitliche Verbesserungen sind nur ein Aspekt, den die Kundalinikraft für den Menschen bewirkt. Die andere – und für mich heute weit wichtigere Seite – sind die Veränderungen im Bewußtsein, die die Kundalinikraft dem Menschen schenkt. Eine der größten christlichen Heiligen, Theresa von Avila, berichtet davon, daß das innere Feuer zur Reinigung und tiefgreifenden Verwandlung der Seele führt, und schließlich zu einer Verschmelzung mit Gott.

Die Lebenskraft ist etwas, das uns ständig umgibt. Warum fällt es uns so schwer, eine Kraft aufzunehmen, die omnipräsent und für jeden zugänglich ist?

Stephan Petrowitsch:
Ich vermute, daß dies zwei Gründe hat. Zum einen liegt ein Teil der Antwort vielleicht in den letzten Sätzen des Teils im Film über den Schamanen Emaho Montoya: „Aber wenn Du beginnst, Dein Herz zu öffnen, weißt Du, daß Du nun Verletzungen und Enttäuschungen begegnen wirst.
Viele Menschen setzen dem Leben sehr viel Widerstand entgegen. Das bedeutet natürlich auch Widerstand gegenüber der wesentlichen Kraft des Lebens. Und dieser Widerstand ist durchaus verständlich, er resultiert aus vergangenen negativen Erfahrungen und den damit verbundenen Schmerzen, die wir von uns fernhalten möchten, indem wir uns nicht öffnen. Doch dieses „Öffnen“ ist nötig, um die Kraft zu erleben und zu steigern.
Auch für den zweiten Teil der Antwort möchte ich jemanden zitieren, und zwar Marianne Williamson: Unsere größte Angst ist nicht, unzulänglich zu sein. Unsere größte Angst ist, grenzenlos mächtig zu sein. Unser Licht, nicht unsere Dunkelheit, ängstigt uns am meisten.
Wer sehr viel Kraft hat, hat auch sehr viel Verantwortung. Und viele Menschen leben lieber ein passives, fremdgesteuertes Leben, anstatt Verantwortung für sich und ihr Leben zu übernehmen, und wenn die Kraft noch mehr ansteigt, auch für die Menschen und Situationen um sie herum. Ich erinnere mich an einen Satz von Armin Mattich: „Wer viel mehr Lebenskraft hat, hat auch viel mehr Anteil am Leben.“

Einige Menschen in Ihrem Film haben spektakuläre Heilungen erlebt. Andere Menschen jedoch bereisen dieselben Orte und treffen dieselben Heiler, ohne von ihren Leiden erlöst zu werden. Was muß der Mensch tun, um heil oder geheilt zu werden?

Stephan Petrowitsch:
Im Prinzip ist Heilung ein einfacher und leichter Prozeß, der aber von allen Beteiligten fordert, daß diese ihren Teil dazu beitragen: Klient, Heiler und Gott.
Vom Klienten ist Offenheit gefragt und die Bereitschaft, zu vergeben und Veränderung wirklich zu wollen. Ein herausragender Heiler ist in der Lage, Heilung auf Seelenebene zu bewirken, also am "Bauplan" anstatt der "Baustelle" zu arbeiten, wodurch eine Heilung dauerhaft ist. Er wirkt durch seine Gebete und Bemühungen. Gott trägt seinen Teil bei durch seine Bereitschaft, Gnade zu üben – er ist viel milder, als wir alle denken.

Nachdem Sie nun viele besondere Menschen kennengelernt haben, die das „Wunder der Lebenskraft“ bewußt einsetzen können, wie hat sich das auf Sie ausgewirkt? Sind Sie auf Ihrer Reise selbst zum Heiler geworden?

Stephan Petrowitsch:
Tatsächlich kann man so großen Persönlichkeiten und Seelen kaum begegnen, ohne ständig beschenkt zu werden. Dazu gehört auch, daß, wenn ich mit meiner Freundin gemeinsam ein Seminar veranstalte, wozu uns Kinobesucher quasi aufgefordert haben, die Lebenskraft bei den Teilnehmern, die offen sind, stark gesteigert werden kann. Daß „Ich“ der Heiler bin, würde ich aber nicht so formulieren. Ich weiß, daß es vor allem die himmlische Instanz ist, durch die im Laufe eines solchen Tages oder Wochenendes die Heilungen geschehen, die zum Anstieg der Lebenskraft und möglicherweise auch zur Aktivierung der Kundalinikraft führen.

Welcher Ihrer Interviewpartner hat Sie am meisten beeindruckt?

Stephan Petrowitsch:
Dazu möchte ich drei Namen nennen: Maya Storms, Armin Mattich und Sundar Prins. Letzterer vor allem durch seine Lebensgeschichte, in der auch eine Einheitserfahrung und Kundalini-Erweckung eine Rolle spielt. Er hat mit zehn Jahren sein Elternhaus verlassen und ist im kriminellen Milieu aufgewachsen. Heute ist er ein spiritueller Lehrer, der in Frieden und tiefer Dankbarkeit mit seiner Umwelt lebt. Er beweist damit, daß sehr viel mehr möglich ist, als wir uns alle vorstellen. Und wer auch immer glaubt, es ginge ihm gerade schlecht, kann sich an dieser Geschichte, die ich gerne als Spielfilm verfilmen würde, aufrichten.

Herr Petrowitsch, wir bedanken uns für das interessante Gespräch und wünschen Ihnen, daß Ihr Film ein immer breiteres Publikum findet.


Das Interview führte Michael Hoppe


Weitere Informationen:

www.wunder-der-lebenskraft.de

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