DIE KUNST EINEN DRACHEN ZU REITEN von Bernhard Moestl

Was unterscheidet Menschen, die ihre Träume leben, von denen, die ihr Leben träumen? Dieser Frage geht der Bestsellerautor Bernhard Moestl in seinem Buch „Die Kunst, einen Drachen zu reiten“ nach. Da äußerlich bei körperlich gesunden Menschen kaum Unterschiede festzustellen sind und auch die Ausbildung letztlich nicht die entscheidende Rolle spielt, muß der Grund tiefer liegen: im Inneren des Menschen, in der Welt seiner Gedanken!

Der Philosoph Albert Schweitzer hat einmal gesagt:

„Die größte Entscheidung deines Lebens liegt darin, daß du dein Leben ändern kannst, indem du deine Geisteshaltung änderst.“

Was unterscheidet Menschen, die ihre Träume leben, von denen, die ihr Leben träumen? Dieser Frage geht der Bestsellerautor Bernhard Moestl in seinem Buch „Die Kunst, einen Drachen zu reiten“ nach. Da äußerlich bei körperlich gesunden Menschen kaum Unterschiede festzustellen sind und auch die Ausbildung letztlich nicht die entscheidende Rolle spielt, muß der Grund tiefer liegen: im Inneren des Menschen, in der Welt seiner Gedanken!

Viele Bücher wurden zum Thema Erfolg und Selbstverwirklichung geschrieben. Was sie alle gemein haben, ist die Grundaussage, daß es keine objektive, allgemeingültige Wirklichkeit gibt, sondern daß es unser Denken ist, mit dem wir selbst unser Schicksal bestimmen: Die Welt ist nicht gut oder schlecht, sie ist das, was wir über sie denken. Wir selbst sind das, was wir über uns denken. Alles, was wir im Außen ändern möchten, müssen wir zuerst in uns selbst ändern. Und was wir uns nicht in Gedanken vorstellen können, das können wir auch nicht erreichen.

Im eigenen Denken und in der eigenen Vorstellungskraft liegt also der Schlüssel zu allem. Jeder hat diese Weisheiten schon einmal gehört oder gelesen. Warum nur fällt es uns so schwer, sie umzusetzen und tatsächlich groß, optimistisch und hoffnungsvoll zu denken? Warum haben sich Propheten und Wahrheitsbringer zu allen Zeiten und in allen Ländern der Welt die Zähne daran ausgebissen, dem Menschen ein liebevolles, zuversichtliches und glückerschaffendes Denken beizubringen? Warum wurden in den Erfolgsbotschaften des Christentums, des Islam, des Buddhismus und vieler anderer Weltreligionen zumeist mehr die apokalyptischen und die Leidensgedanken herausgefiltert als die Glücksformeln über Saat und Ernte, über Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten und die grandiose Möglichkeit, die Erde in einen blühenden Garten zu verwandeln? Irgendetwas in den Köpfen der Menschen hat sich dagegen gesträubt! Aber was?

Bernhard Moestl gelingt es, diesem widerspenstigen, trägen, lichtscheuen Wesen in uns ein Gesicht zu geben. Angelehnt an die chinesische Philosophie nennt er es: den Drachen! Der Drache ist der Bewohner und Verwalter unserer Innenwelt. Seine Lieblingsbeschäftigung ist, alles zu fressen und zu konsumieren, was von außen kommt, ungeachtet dessen, ob es gut für uns ist oder nicht. Seine Lieblingsspeisen sind die Dinge, die er kennt. Alles Neue ist ihm zuwider. Da er träge ist, mag er keine Veränderungen, und solange wir ihn machen lassen, geht er immer den Weg des geringsten Widerstandes.     

Der Drache ist an sich weder gut noch böse, hat jedoch gewisse Eigenschaften, die unserem Lebensweg die Richtung geben. Wenn es uns nicht gelingt, diesen Drachen zu zähmen, werden wir immer ein fremdbestimmtes Leben führen. Gelingt es uns jedoch, ihn von unserer Kraft zu überzeugen, dann ist er bereit, sich zu unterwerfen und uns als Freund zu dienen. Erlaubt er uns schließlich, auf seinem Rücken Platz zu nehmen und ihn zu reiten, kann er uns an jeden Ort bringen, den wir uns vorstellen können. Denn er ist mächtig. Fast so mächtig wie wir!

Nicht nur in China, sondern auch in der christlichen Tradition repräsentiert der Drache den menschlichen Verstand. Jenes grandiose Werkzeug, das es der Seele des Menschen ermöglicht, sich während ihres Erdendaseins „hier unten“ zurechtzufinden. Problematisch wird es erst, wenn das Werkzeug zum Führer wird, wenn also der Mensch zu glauben beginnt, daß nicht die unsterbliche Seele, sondern der vergängliche Drache das Sagen hat. Dann beginnt er nämlich an seiner eigenen Unsterblichkeit zu zweifeln und an Märchen wie Tod, unabwendbares Schicksal oder eine gottlose Welt zu glauben.

„Die Kunst, einen Drachen zu reiten“ ist die Kunst zu erkennen, wie unser eigenes Denken funktioniert. Wie uns Trägheit, Zweifel und Rationalität immer wieder die Kraft zum Handeln rauben, wie sie uns blind machen für alles, was über das Gewohnte hinausgeht. Wie der Drache in uns sich weigert, dazuzulernen. Dabei nützt es nichts, dem Drachen mit Argumenten zu kommen. Er hat weit mehr Erfahrung in Sachen Konversation als wir selbst. Es ist sozusagen sein Territorium! Vielmehr gilt es, ihn zu verstehen und Freundschaft mit ihm zu schließen. Denn er ist ein Teil von uns. Ein mächtiger Freund, wenn es darum geht, uns über die Grenzen unserer anerzogenen Vorstellungskraft hinaus zu erheben und die Welt als das zu sehen, was sie ist: das Resultat unseres jahrtausendealten Denkens.

„Unsere Gedanken haben eine ungeheure Kraft,“ sagt der Psychologe William James. „Es ist in unsere Entscheidung gelegt, diese Macht zu unserem Nutzen oder Schaden einzusetzen. Mit der Kraft der Gedanken bestimmen wir nicht nur über Gesundheit und Krankheit, sondern unsere Gedanken sind unser Schicksal. Das ist eine Gesetzmäßigkeit, der sich keiner entziehen kann: aber gleichzeitig auch eine wunderbare Chance.“

Um diese Chance zu nutzen, bleibt es keinem von uns erspart, sich dem Drachen in uns irgendwann zu stellen. Denn nur ein gezähmter Drache ist ein guter Drache. Und wie eine „erfolgreiche Zähmung“ gelingen kann, erklärt Bernhard Moestl: „Versuchen Sie nicht gegen Ihren Drachen zu kämpfen. Er ist stärker als Sie. Drachen kann man nur durch Liebe zähmen…Die Mühe wird am Ende belohnt. Setzen Sie sich dann auf seinen Rücken, hebt er mit Ihnen ab und bringt Sie, wohin Sie wollen…“

Die Welt ist das, was wir über sie denken! Begrenzt wird sie nur durch die Grenzen unserer Vorstellungskraft!

 

Die Kunst, einen Drachen zu reiten – Bernhard Moestl

Knaur Ratgeber

ISBN 978-3-426-64619-9

 

2010 - Michael Hoppe

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