HANF - HEILPFLANZE DES JAHRES 2019

4. Dezember 2018

Eine uralte Kulturpflanze feiert derzeit ihr Comeback – der sagenumwobene Hanf, lateinisch: Cannabis genannt. Da viele Menschen den Begriff Cannabis mit „Drogen“ assoziieren, scheint es an der Zeit, dieses besondere Kräutlein einmal näher unter die Lupe zu nehmen. Denn der Hanf  ist ein wahres Wunder der Natur. Er gilt als eine der vielfältigsten Nutz – und Heilpflanzen überhaupt, braucht kaum Pflege und hat unfaßbar viel zu bieten.
Daher hat der NATURSCHECK den Hanf zur „Heilpflanze des Jahres“ gekürt und bietet ab Dezember u.a. ökologischen Hanftee und andere CBD-Produkte an, die Sie beim Verlag bestellen können.

 

Vorab eine kurze Begriffserklärung:

- Der Begriff Hanf bezeichnet die Pflanze an sich. Es gibt tausende von Hanfsorten. Man unterscheidet dabei den angebauten Kultur-Hanf und den frei wachsenden Wild-Hanf.

- Cannabis ist das lateinische Wort für Hanf. Oft wird der Begriff Cannabis fälschlicherweise mit den THC-haltigen (rausch-erzeugenden) Hanfsorten gleichgesetzt, deren Anbau in der EU verboten ist. Ergo: Der Begriff „Cannabis“ hat nichts mit „Drogen“ zu tun!

- Als Marihuana bezeichnet man die getrockneten Blüten der weiblichen Pflanze. An den Drüsenhaaren dieser Pflanze sitzt das Harz, in welchem hohe Konzentrationen von THC und anderen Cannabinoiden vorkommen. Marihuana enthält THC und ist deshalb eine sogenannte „verschreibungspflichtige Droge“.

- Haschisch ist ein Extrakt aus Harz und Pflanzenteilen der weiblichen Hanfpflanze, welcher zu Platten und Blöcken gepreßt … und „gekifft“ wird. Haschisch enthält also ebenfalls THC – und ist deshalb ebenfalls eine Droge!

- THC (Tetrahydrocannabinol) ist die psychoaktive Substanz in bestimmten Hanfsorten, die eine Rauschwirkung erzeugt. Jedoch ist in der EU kein Hanf erlaubt, der mehr als 0,2 % THC enthält. Berauschender Hanf enthält durchschnittlich ca. 10 % THC. Kultur-Hanf hingegen ist fast THC-frei!

- CBD (Cannabidiol) ist ein nicht psychoaktives Cannabinoid aus dem weiblichen Hanf. Medizinisch wirkt CBD antiseptisch, entkrampfend, entzündungshemmend, schmerzstillend, angstlösend etc., und es werden dem CBD noch zahllose andere „Heilwirkungen“ zugeschrieben. Fazit: Je mehr CBD im Hanfprodukt, desto gesünder für den Menschen!


Die Geschichte des Hanfs

Der Hanf ist eine Pflanzengattung innerhalb der Familie der Hanfgewächse und zählt zu den ältesten Nutz- und Zierpflanzen der Erde. Seinen Ursprung hat er wohl in Zentralasien. Dort wurden bei Ausgrabungen über 30.000 Jahre alte „Hanfprodukte“ gefunden.

In China galt der Hanf bereits vor fast 5000 Jahren als begehrtes Heilmittel z. B. bei Rheuma oder  Infektionskrankheiten. In Europa sind die ältesten Funde von Hanffasern ca. 5500 Jahre alt und stammen aus dem Raum Eisenberg (Deutschland). In der Gegend des heutigen Litauen wurden Hanfsamen gefunden, die auf ca. 2500 v. Chr. datiert werden. Und Litauen ist bis heute ein echtes „Hanfland“. Worauf wir am Artikelende noch zu sprechen kommen.

Die einzelnen Bestandteile der Hanfpflanze wie Fasern, Samen, Blätter und Blüten werden gemeinhin ebenfalls als Hanf bezeichnet. Und sie sind sehr vielfältig verwendbar:

- Aus den Fasern der Hanf-Stängel werden seit Jahrtausenden Seile geflochten, Stoffe gewebt oder Papier hergestellt. Schon die alten Griechen, Ägypter und Römer trugen gerne Hanfgewänder. Die historische Schifffahrt lebte von Hanfseilen und sogar Hanfsegeln.
Mittelalterliche Langbögen verdankten ihre enorme Zugkraft den stabilen und fast unzerreißbaren Sehnen aus Hanf.

Bereits im 13. Jahrhundert wurde Hanf in Europa zur Papiererzeugung eingesetzt. Der legendäre Johannes Gutenberg druckte 1455 seine berühmte Gutenberg-Bibel auf Hanfpapier. Ebenso ist auch die amerikanische Unabhängigkeitserklärung von 1776 auf Hanfpapier gedruckt. Der erste amerikanische Präsident George Washington baute selbst im großen Stil Hanf an.

Autopionier Henry Ford brachte 1941 ein „Hanf-Auto“ auf den Markt, dessen Karosserie aus hanffaserverstärktem Kunststoff bestand und dessen Motor mit Hanföl lief. Vor fast 80 Jahren gab es also bereits ein Auto aus (zumindest teilweise) nachwachsenden Rohstoffen!

Die Hanffaserkarosserie war übrigens um das Zehnfache stoßfester als eine Stahlkarosserie und hatte nur 2/3 des Gewichts einer Metallkarosserie. Das enorme Potenzial, das im Werkstoff Hanf steckt, war der amerikanischen Stahlindustrie wohl ein Dorn im Auge - und bereits im Jahr 1937 wurde der Anbau von Hanf durch den „Marihuana Tax Act“ verboten.

- Aus den Samen des Hanfs gewinnt man u.a. hochkonzentrierte Hanföle oder einfache Speiseöle. Die unverarbeiteten Hanfsamen sind eine immer beliebter werdende „Nahrungsergänzung“, und man hat über 100 gesunde Wirkstoffe im Hanf nachgewiesen. Wenn man dazu noch überlegt, daß der Hanf von Natur aus ein „Ökoprodukt“ ist, kaum Wasser und keinerlei Spritzmittel benötigt, dann beginnt man sich in dieses Pflänzlein zu verlieben. Apropos Pflänzlein - die Hanfpflanze kann bis zu 5 m hoch werden.

- Aus den Blättern und Blüten des Hanfs werden u.a. Tees „hergestellt“ oder ätherische Öle destilliert. Auch die Wirkung dieser Naturprodukte wird seit vielen Jahren wissenschaftlich untersucht, und ihre Heilkraft ist längst nachgewiesen. Es liegen umfassende Studien vor, die positive Resultate bei Schmerzbehandlung, Entzündungen, Angststörungen, MS, Depression, Grüner Star, Blutdruckproblemen, Epilepsie, Krebs, Alzheimer und vielen anderen Erkrankungen belegen. Und doch sind viele dieser „Naturmedikamente“, denen keinerlei Nebenwirkungen zugeschrieben werden, noch immer verschreibungspflichtig oder teilweise bei uns gar nicht erhältlich.

- Die THC-haltigen getrockneten Blätter, Blüten und Blütenstände des Hanfs sind gemeinhin als Haschisch und Marihuana bekannt. Wie schon erwähnt, sind diese Hanfarten in der EU offiziell verboten. Und bei den psychoaktiven Hanf(neben)produkten scheiden sich bekanntlich die Geister.
Während die einen „Legalize Marihuana“ singen und sich die guten alten Bob-Marley-Zeiten zurückwünschen, sind andere Hanffans mehr daran interessiert, die heilende, beruhigende, aber auch stimulierende Wirkung dieser Wunderpflanze in ihr tägliches Leben zu integrieren! Health yes, drugs no! Denn Hanf ist viel mehr als ein Klischee der 68er …


Hanf-Prohibition

Anfang des 20. Jahrhunderts war Hanf auch in der Bekleidungsindustrie noch die Nutzpflanze Nr. 1. Schließlich kam in den USA die Baumwolle immer mehr auf und danach die synthetische Kunstfaser. Zudem wurde der Hanf zunehmend stigmatisiert. Legendär ist die amerikanische Anti-Cannabis-Kampagne von Harry J. Anslinger.

Harry J. Anslinger war ein US-amerikanischer Diplomat deutsch-schweizerischer Herkunft, der ab 1930 Vorsitzender des Federal Bureau of Narcotics (FBN) wurde und einer der treibenden Befürworter einer „Cannabis-Prohibition“. Der „Lobbyist“ lehnte die Nutzung von Hanf auch zu medizinischen Zwecken ab und setzte sich als Mitglied der Drogenkommission der Vereinten Nationen in den 1960er-Jahren für ein weltweites Verbot des Cannabisanbaus ein. Mit Erfolg!

Damit war der amerikanischen Baumwoll-, Stahl- und Pharmaindustrie maßgeblich gedient - denn eine der am vielfältigsten einsetzbaren, nachhaltigsten und pflegeleichtesten Nutz- und Heilpflanze des Planeten wurde mit einem Bann belegt, von dem sie sich bis heute noch immer nicht erholt hat.


Die 68er …

Die bekannte Flower-Power-Bewegung hat zumindest einen Teilaspekt der Multikulturpflanze Hanf wiederbelebt. Wobei beim Rauchen von Marihuana und Haschisch das THC und die psychedelische Wirkung im Mittelpunkt standen, „um dem Wahnsinn unserer Welt zumindest eine Zeitlang zu entfliehen“.

Ob Indien, Kalifornien, Ibiza oder Amsterdam, der tägliche Joint kam und kommt für viele Menschen einer regelmäßigen „Realitätsflucht“ gleich, genau wie bei der Volksdroge Nr. 1, dem Alkohol. Daß dies bisweilen entspannend sein kann, ist sicher unbestritten. Auf Dauer jedoch schadet jede Form von Abhängigkeit.

Wobei Marihuanakonsumenten meist nicht als aggressive Schläger auffallen, sondern eher friedliche Zeitgenossen sind. „Love and peace!“ stehen hier im Mittelpunkt. Bis heute hat sich eine globale „Kifferszene“ erhalten. Und die „sanfte“ Droge Marihuana steht dabei in einem eher positiven Kontrast zu den immer „härteren“ synthetischen Drogen wie Heroin, Kokain oder XTC.    


Nutzhanfanbau heute

Pünktlich zur Wende in Europa wurde auch der Nutzhanf wiederentdeckt. Was sicherlich damit zu tun hat, daß einige osteuropäische Länder ihre Hanf-Tradition nicht völlig über Bord geworfen hatten. Der landwirtschaftliche Anbau von Hanf hat seit seiner „Wiedergeburt“ Anfang der 1990er-Jahre kontinuierlich zugenommen. Trotzdem liegt die Produktion in Europa weit hinter der Nachfrage zurück.

Dank seiner mannigfaltigen Eigenschaften konnte Hanf auch in vielen Bereichen der Wirtschaft wieder Fuß fassen. Er eignet sich beim Hausbau ebenso wie als Basis für Farben, Lacke, Waschmittel und vieles mehr. Erste „recycelbare Hanf-Häuser“ wurden bereits gebaut.

Auch in der verarbeitenden Industrie erkennt man: Die Hanffaser ist der Baumwollfaser in vielerlei Hinsicht überlegen und auch für die Herstellung bestimmter Papiere geeignet.
Zudem ist Hanf äußerst „ökologisch“. Hanferzeugnisse zeigen eine sehr gute Widerstandsfähigkeit gegen Verschleiß, so daß die Fasern oft mehrfach recycelt werden können und auch frühe, geschichtliche Druckerzeugnisse eine gute Haltbarkeit aufweisen.

Hanfsamen finden z.B. als Futtermittel Verwendung. Sie kommen vor allem in Vogelfuttermischungen und Kornfuttermischungen für Nagetiere vor. Sie haben wie alle Sämereien einen hohen Fettgehalt und sorgen daher gerade bei Jungtieren für schnelles Wachstum. Auch als Pflanzendünger werden Hanfprodukte immer öfter eingesetzt.

Quer durch die Republik wird Nutzhanf inzwischen durch Genossenschaften angebaut. Hanf ist als natürlicher, nachwachsender Rohstoff wegen seiner problemlosen Zucht und vollständigen Nutzbarkeit beliebt. Es werden keinerlei Herbizide benötigt, weil die Pflanzen bereits nach wenigen Tagen den Boden vollständig beschatten, so daß kein „Unkraut“ mehr Licht findet. Außerdem ist Hanf äußerst schädlingsresistent und pflegeleicht und produziert mehr Biomasse als jede andere heimische Nutzpflanze.


Hanf als Heilpflanze

Da sich weltweit immer mehr Menschen für „Legalize Cannabis“ einsetzen, hat auch die EU inzwischen eingelenkt und sich intensiv mit dem Hanfanbau auseinandergesetzt. Heute (2018) sind 52 Nutzhanf-Sorten in der EU zum Anbau erlaubt. Der THC-Gehalt wird dauernd überprüft, da er 0,2 % nicht überschreiten darf. (In der Schweiz sind es übrigens 1,0 %)

Bei der Nutzung als Heilpflanze werden nur blühende weibliche Pflanzen verwendet, zudem Hanfsamen und Hanföl von fruchtenden weiblichen Pflanzen. Der vielgepriesene Heilstoff in der Hanfpflanze ist das bereits oben erwähnte CBD (Cannabidiol).

CBD ist eine von über 100 nachgewiesenen Komponenten der Cannabispflanze. Jedoch handelt es sich beim CBD um ein ganz besonderes Cannabinoid, welches aufgrund seiner Wirkung auf „psychische und physische Gesundheit“ immer mehr in den Fokus der Wissenschaft rückt. Anders als das psychedelisch wirkende THC hat CBD keinerlei berauschende oder psychoaktive Wirkung. Zudem ist nach aktuellem Stand der Forschung noch keine relevante Nebenwirkung des Cannabinoids CBD bekannt - auch nicht in hohen Dosierungen.

Kern der aktuellen Forschung ist es, herauszufinden, wie regelmäßiger Gebrauch von CBD die Selbstheilungskräfte stärken und Vitalität und Stimmung verbessern kann. Auch in der Schmerzbehandlung (vor allem bei chronischen Schmerzpatienten) oder bei Depression und Angstzuständen zeigt CBD eine hervorragende Wirkung.  

Wie es in unserer pharmalastigen „Gesundheitswelt“ so üblich ist, wird um den Hanf noch immer ein großes Mysterium gemacht und soviel Kontrolle als möglich ausgeübt. Die Verschreibungsfähigkeit von Cannabisblüten und Cannabisextrakten ist national unterschiedlich geregelt. In Deutschland ist THC-haltiges Cannabis seit dem 10. März 2017 „ein verkehrs- und verschreibungsfähiges Arzneimittel, das theoretisch von jedem Arzt verschrieben werden kann, wenn dieser den Einsatz als sinnvoll erachtet“.
Auch in vielen anderen Ländern können Cannabis oder seine Wirkstoffe arzneilich genutzt werden. Wobei Hanfprodukte, die einen THC-Gehalt von 0,2 % nicht überschreiten, überall frei verkäuflich sind.


Hanf als gesundes Nahrungsmittel

Wie eingangs erwähnt, enthalten nur wenige Hanfarten psychoaktive Bestandteile und fallen unter das „Drogengesetz“. Immer mehr nachhaltig agierenden Gesundheits- und Wellnessunternehmen setzen daher auf das gesunde Nahrungsmittel Hanf, das eine wahre Schatztruhe zur positiven Beeinflussung unsere heutigen „Zivilisationskrankheiten“ ist.

Denn neben der beruhigenden Wirkung in einer immer stressiger werdenden Welt, werden vor allem Klarheit und Vitalität gefördert. Zudem helfen die lange als „Droge“ verschrienen Wirkstoffe sogar bei Entgiftung und Drogenentzug, wie etwa bei Alkoholsucht oder nach einer Chemotherapie. Und sie sind äußerst gesund!

Hanfsamen, die für den menschlichen Verzehr hergestellt werden, enthalten Proteine, Kohlenhydrate und Fette ebenso wie einen hohen Anteil an Ballaststoffen und verschiedene wertvolle Vitamine und Mineralien. Die Hanfnuß und das daraus gewonnene Hanföl gelten als nahrhaftes Nahrungsmittel. Hanfnüsse und Hanföl enthalten mehr als 90 % mehrfach ungesättigte Fettsäuren.

Zudem hat man festgestellt, daß sowohl der menschliche als auch der tierische Körper ein sogenanntes „Endocannabinoid-System“ besitzen, also natürliche „Andockstellen“ für die Aufnahme der Hanf-Inhaltsstoffe. Daher kann Hanf so effizient und stoffwechselfördernd wirken.

Durch Hanflebensmittel kann also eine gesunde Ernährung durch die vielen wertvollen Inhaltsstoffe in idealer Weise abgerundet werden. Und bereits der regelmäßige Genuß eines ökologisch erzeugten Hanftees führt dazu, daß eine Vielzahl an positiven Wirkstoffen auf den Körper übertragen wird, mehr Entspannung in unser Leben kommt und die Stimmung sich aufhellt.


Hanftee und andere Hanfprodukte

Da meine Frau aus dem „Hanfland“ Litauen stammt, wo diese besonderen Heil- und Nutzpflanze eine jahrtausendealte Tradition hat, sind beim NATURSCHECK ab sofort mehrere Hanfprodukte erhältlich. Und alle, die diese bisher „getestet“ haben, sind restlos begeistert.

Unter anderem kann „Hanftee“ in unterschiedlichen Mengen bestellt werden. Dazu CBD-Öle, CBD-Lutschpastillen, Hanf-Proteine, Hanf-Pasten und anderes mehr. 2019 wird es auch einen entsprechenden Online-Shop geben. Derzeit ist er noch in der Aufbauphase.     

Weitere Informationen:
www.naturscheck.de
oder telefonisch unter
07945-943969

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